OWLer sparen offenbar in Coronakrise

Symbolbild: Eine Frau wirft Münzen in ein Glas

OWLer sparen offenbar in Coronakrise

Die Sparkasse Bielefeld hat am Donnerstag Bilanz gezogen: Die Kunden hätten insgesamt mehr Geld gespart als in den Vorjahren. Außerdem sind weniger Menschen in OWL überschuldet.

Trotz Corona-Pandemie ist die Sparkasse Bielefeld mit dem vergangenen Geschäftsjahr „zufrieden“. Die Kunden hätten insgesamt mehr Geld gespart als in den Vorjahren. Die Bank hat das vergangene Jahr mit einer Bilanzsumme von 7,2 Milliarden Euro abgeschlossen - ein Plus von etwas mehr als 8 Prozent.

Sparer legen mehr Geld zur Seite

Über alle Sparformen hinweg stiegen die Kundeneinlagen um knapp zehn Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Nach Angaben der Bank parken viele Kunden das Geld für den kurzfristigen Bedarf. Außerdem fehlten schlicht Möglichkeiten Geld auszugeben.

Mehr Immobilienkredite

Leicht angestiegen sind auch die Kreditzusagen: Das meiste der rund 1,2 Milliarden Euro ging an Unternehmen oder wurde für Immobilienfinanzierung genutzt.  Die Bielefelder Sparkasse führt mehr als 200.000 private Girokonten.

Weniger Menschen überschuldet

Offenbar ist auch die Zahl der überschuldeten Menschen leicht gesunken. Die Schuldnerquote lag im vergangenen Jahr bei knapp 10 Prozent und hat sich leicht verbessert. Das geht aus dem neuen Schuldneratlas des Unternehmens Creditreform hervor.

Experten warnen vorAnstieg der Überschuldung

Besonders viele überschuldete Menschen leben demnach in Bielefeld. Die Kreise Höxter und Gütersloh haben die niedrigsten Werte. Die Experten von Creditreform erwarten allerdings, dass die Überschuldungssituation Corona-bedingt in diesem Jahr anziehen wird.

Stand: 21.01.2021, 13:56