Bistum Münster will sparen

Frontalansicht auf den Innenhof des Bischöflichen Generalvikariats Münster

Bistum Münster will sparen

  • Defizit von knapp 33 Millionen Euro erwartet
  • Wiederbesetzungssperre in der Bistumsverwaltung
  • Immer weniger Kirchensteuer-Zahler

Das Bistum Münster muss massiv sparen, um ein drohendes Haushaltsdefizit auszugleichen. Bis 2025 werde das Minus fast 33 Millionen Euro betragen, teilte das Bistum am Dienstag (21.01.2020) mit. In einem am selben Tag versandten Schreiben an die rund 650 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der bischöflichen Verwaltung, dem Generalvikariat, werden konkrete Maßnahmen angekündigt.

Personalabbau in der Verwaltung

Der Generalvikar Winterkamp des Bistums Münster steht vor dem Gebäude des Vikariats in Münster.

Generalvikar Winterkamp hat Sparmaßnahmen angekündigt

Danach gilt ab sofort eine Wiederbesetzungssperre im Generalvikariat, frei werdende Stellen sollen "in der Regel" nicht mehr nachbesetzt werden. Der geplante Personalabbau solle sozialverträglich umgesetzt werden, betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, so Generalvikar Klaus Winterkamp.

Beschlossen worden seien die Sparmaßnahmen in der vergangenen Woche auf einer Klausurtagung unter der Leitung von Bischof Felix Genn. Ein Defizit-Ausgleich aus den Rücklagen sei kein sinnvoller Weg.

Kirchensteuer-Einnahmen sinken

Den Hauptgrund für das große Defizit sieht das Bistum im demografischen Wandel. Weniger Geburten führten zu weniger Kirchensteuerzahlern. Für zentrale Handlungsfelder der katholischen Kirche im Bistum Münster sollen Experten jetzt Zukunftsstrategien entwickeln, um mit den erwarteten weiteren Einnahme-Ausfällen fertig zu werden.

Sparpläne beim Bistum Münster Lokalzeit2go - Münsterland 21.01.2020 00:50 Min. Verfügbar bis 21.01.2021 WDR Münster

Stand: 21.01.2020, 20:00