Streit um Sonntagsöffnung im Kreis Warendorf

Menschen beim Shoppen

Streit um Sonntagsöffnung im Kreis Warendorf

  • Gewerkschaft gegen verkaufsoffene Sonntage
  • Kommunen gehen auf Verdi zu
  • Sonntagsöffnungen unter Beobachtung

Der Streit um verkaufsoffene Sonntag in Ennigerloh und Drensteinfurt ist zumindest teilweise beigelegt. Die Kommunen sind der Gewerkschaft Verdi entgegen gekommen. In Ennigerloh geht es unter anderem um die Öffnung zur Mettwurstmarkt-Kirmes am 22. September.

Verdi hat dagegen geklagt, dass alle Geschäfte in der Innenstadt öffnen dürfen. Die Gewerkschaft akzeptiert das nur für Läden unmittelbar rund um den Mettwurstmarkt. In einer Sondersitzung hat der Ennigerloher Rat am Montagabend (09.09.2019) die entsprechende Satzung der Stadt geändert und den geplanten Radius enger gezogen. Die Stadt hofft nun, dass Verdi die Klage in diesem Fall zurück zieht.

Einigung in Drensteinfurt

Einen ähnlichen Streit gab es auch in Drensteinfurt. Dort hatte Verdi gegen einen verkaufsoffenen Sonntag zum Gartenmarkt am kommenden Wochenende geklagt. Hier gab es am Montag eine Einigung. Auch hier wurde der Bereich, in dem die Läden öffnen dürfen, enger gefasst.

Gewerkschaft überprüft weitere Öffnungspläne

Verdi prüft derzeit münsterlandweit die geplanten verkaufsoffenen Sonntage für die kommenden Monate und hat dabei auch die Öffnung zum "Tag des Kunden" im November in Ennigerloh kritisiert. Darüber will der Ennigerloher Rat in seiner nächsten Sitzung beraten.

Insgesamt hat die Gewerkschaft im Streit um die Sonntagsöffnungen allein im vergangenen Jahr mehr als 100 Verfahren in Nordrhein-Westfalen geführt, unter anderem in Warendorf, Borken, Dülmen, Oelde, Stadtlohn und Haltern.

Stand: 10.09.2019, 15:03