Hausärzte von Impfgegnern bedroht

01:19 Min. Verfügbar bis 15.12.2022

Welle der Solidarität in Kreuztal: Hausärzte von Impfgegnern bedroht

Stand: 15.12.2021, 16:45 Uhr

Nachdem unbekannte Impfgegner Grablichter vor Arztpraxen in Kreuztal abgestellt hatten, bekunden jetzt Vertreter aus Politik und Gesellschaft ihre Unterstützung.

Rote Grablichter mit der Aufschrift "Impfopfer" sind am vergangenen Wochenende vor Hausarztpraxen, einem Privathaus und vor dem Rathaus abgestellt worden.

Bürgermeister und Parteien zeigen sich solidarisch

Beide betroffenen Ärzte führen im Raum Kreuztal seit einigen Monaten regelmäßig große Impfaktionen gegen das Corona-Virus durch. Solche Aktionen werden auch weiter unterstützt, schreibt der Kreuztaler Bürgermeister Kiß. Daran könnten Bedrohungen und persönliche Angriffe nichts ändern.

"Hier ist bei einem bestimmten Personenkreis eine Aggression spürbar, die ich nicht nachvollziehen kann und die wir auch nicht endlos dulden können", betonte Kiß. Walter Kiß, Bürgermeister Kreuztal

Weitere Solidaritätsbekundungen kommen von den Parteien. Der Hilchenbacher Rat hat am Mittwochabend (15.12.2021) einstimmig einer Resolution zugestimmt gegen Hass und Hetze von extremistischen Impfgegnern und für Solidarität mit den Medizinern. Initiiert hatten das Die Grünen.

"Das ist ein starkes Zeichen.Den Impfärzten muss man jetzt den Rücken stärken und zeigen, dass die nicht allein da stehen", betont Hanna Neuhaus von Bündnis90/Die Grünen in Hilchenbach.