Soest: Finanzhilfe für Familien und Rentner

Soest: Finanzhilfe für Familien und Rentner

  • "Nachbar in Not" unterstützt mit 68.000 Euro
  • Hilfe bei Mietschulden und hohen Energiekosten
  • Familien mit Kindern und ältere Menschen betroffen

Die Soester Hilfsorganisation "Nachbar in Not" hat im Jahr 2019 650 Familien aus finanziellen Notlagen befreit. Insgesamt wurden dafür fast 70.000 Euro Spendengelder verwandt - das ist ein Viertel mehr als noch im Vorjahr.

"In den vergangenen Jahren sind Notsituationen entstanden, die man früher so nicht kannte", sagt der ehrenamtliche Vorsitzende von "Nachbar in Not", Heinz Jungbluth. Er und sein Team haben in diesem Jahr weitaus mehr Anträge auf finanzielle Hilfe erhalten als im Vorjahr.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Anträge kommen überwiegend von Wohlfahrtsverbänden, sie haben den direkten Draht zu den Betroffenen. Das sind vor allem Familien mit vielen Kindern, Alleinerziehende und Rentner. Mietschulden und hohe Energiekosten treiben sie in unverschuldete Not.

Eine Frau und ein Mann sitzen an einem Tisch

Sigrid Schöbel und Heinz Jungbluth von "Nachbar in Not"

Jeder Antrag wird sorgfältig geprüft. Dazu sind Unterlagen erforderlich, die den finanziellen Engpass begründen. "Nachbar in Not" übernimmt dann etwa die Hälfte der Energiekosten, der Rest muss darlehensmäßig getilgt werden. "Dann ist zumindest die Stromzufuhr für die Kinder sichergestellt", sagt Jungbluth.

1,5 Millionen Euro Spenden

Seit 1975 hat die Soester Spendenhilfe mit insgesamt 1,5 Millionen Euro Notleidenden unter die Arme gegriffen. Der frühere Soester Stadtdirektor Gerhard Groot hatte die Aktion ins Leben gerufen: Er bat zu seinem Abschied darum, keine Geschenke mitzubringen, sondern für bedürftige Soester Bürger zu spenden.

Stand: 27.12.2019, 11:12