Kettler streicht jede dritte Stelle

Kettler kündigt 216 Mitarbeitern 01:47 Min. Verfügbar bis 30.11.2019

Kettler streicht jede dritte Stelle

  • Sprecherin bestätigt 216 Entlassungen bei Kettler
  • Fast jeder dritte Arbeitnehmer betroffen
  • Investor-Entscheidung bis zum Jahresende

In den Kettler-Werken in Werl und Ense hat am Freitag (30.11.2018) fast jeder dritte Arbeitnehmer die Kündigung bekommen. Eine Sprecherin des Freizeit- und Sportartikelherstellers bestätigte dem WDR die Zahl von 216 Entlassungen im Kreis Soest. Der Stellenabbau sei die Voraussetzung für den Einstieg eines möglichen Investors.

Die Verhandlungen seien schon sehr weit fortgeschritten, eine Prognose für den Ausgang der Gespräche könne aber derzeit noch nicht abgegeben werden, teilte das Unternehmen weiter mit. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen, ob ein Investor einsteigt. Davon hängt die Zukunft von Kettler ab.

Bangen und Hoffen über Monate

Die Kettler-Mitarbeiter erleben seit Monaten ein extremes Auf und Ab: Kettler hatte bereits im Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Anfang November drohte das komplette Aus. Dann gab eine Zwischenfinanzierung neue Hoffnung und nun folgt die Nachricht von dem massiven Stellenabbau.

Nur noch 500 von 3.000 Stellen

Seit vielen Jahren kämpft das Unternehmen ums Überleben. Von ehemals mehr als 3.000 Mitarbeitern sind nach der jüngsten Entlassungsrunde nur noch gut 500 übrig - und auch für die ist nichts sicher.

Kettler bemühe sich darum, den vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitern die Übernahme in eine Transfergesellschaft zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Stand: 30.11.2018, 20:25