520.000 Euro in Soest verbrannt?

Flamme mit einem Geldschein im Vordergrund

520.000 Euro in Soest verbrannt?

  • Soester will Ersparnisse in Heizkessel versteckt haben
  • Bekannter schaltete Heizung an - Geld weg
  • Arnsberger Gericht weist Schadenersatzklage ab

Richter am Landgericht Arnsberg haben die Schadenersatzklage eines Soester Werkstattbesitzers abgewiesen. Er hatte behauptet, 540.000 Euro in einem Ölheizungskessel versteckt zu haben - bis ein Kumpel die Anlage angeschaltet und bis auf 20.000 Euro alles verbrannt habe.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers fiel das Urteil bereits am 13. September, es wurde aber erst am Donnerstag (10.10.2019) bekannt. Demnach soll sich der Vorfall bereits zum Jahreswechsel 2014/2015 in Soest ereignet haben.

Folgenschwere Kälte

Der Werkstattbesitzer habe einen Freund gebeten, während seines Urlaubs nach dem Rechten zu sehen. Der Freund sagte vor Gericht aus, es sei kalt in der Werkstatt gewesen. Daher habe er die Heizung angemacht.

Der Werkstattbesitzer wiederum trug vor, er habe seine ganzen Ersparnisse im Heizkessel versteckt gehabt. Die Anlage habe er zuvor demontiert. Der Bekannte des Klägers hatte sie aber wieder zusammengebaut.

Männer sind nicht mehr befreundet

Als der Soester aus dem Urlaub zurückkam, sei fast alles Asche gewesen. 20.000 Euro habe er über die Bundesbank rekonstruieren können. 520.000 Euro forderte er nun im Prozess von seinem Bekannten - dem er die Freundschaft gekündigt habe - wieder zurück.

Laut Gericht steht fest, dass der Ex-Kumpel die Heizung angemacht hatte. Auch die Summe von 540.000 Euro wurde als "wahr unterstellt". Aber: Niemand hätte auf die Idee kommen können, dass jemand Geld in der Heizung versteckt, erklärten die Richter.

Stand: 11.10.2019, 09:53