Appelle ernst genommen: Kein Ansturm auf Winterberg

Appelle ernst genommen: Kein Ansturm auf Winterberg

Polizei und Ordnungsämter waren auf einen neuen Ansturm der Schneehungrigen vorbereitet. Ihre Bilanz vom Wochenende: Keine Straßensperrungen nötig, keine Verstöße.

Es habe "insgesamt weniger Schneetouristen ins Sauerland" gezogen, klingt es erleichtert aus der Pressemitteilug der Polizei und der Städte Winterberg, Schmallenberg und Sundern. "Zu keinem Zeitpunkt mussten Zufahren oder Straßen gesperrt werden." Und es seien "keine Verstöße" von Schneetouristen festgestellt worden, abgesehen von einem Verkehrsverstoß.

Winterberg und das hessische Willingen hatten ihre Pisten wieder abgesperrt. Polizisten und Mitarbeiter der Ordnungsämter hatten intensiv kontrolliert, ob die Corona-Schutz-Regeln eingehalten wurden.

Gerade in den höheren Lagen im Hochsauerland liegt ordentlich Schnee. Man setzte erneut auf das Maßnahmenpaket, das bereits an den vergangenen Wochenenden erfolgreich war: Eindringliche Appelle, Betretungsverbot an den Pisten und zahlreiche Kontrollen.

Illegales Driften in Winterberg

In Winterberg standen außerdem die "Drifter" unter Beobachtung. Sie rutschen mit ihren Autos regelmäßig über private Wiesen und Parkflächen, in der Innenstadt gefährden sie bei ihren gefährlichen Drehungen auch Menschen.

 Kleinere Skigebiete haben weniger Schnee

Schneetouristen beim Rodeln.

Rodler auf der Nordhelle vergangenes Wochenende

Auch Schmallenberg sperrte am Wochenende seine Pisten wieder ab. In den tiefergelegenen Skigebieten wie in Sundern-Wildewiese, Olpe-Fahlenscheid oder auf der Nordhelle in Herscheid schmilzt der Schnee immer mehr. Dennoch beobachteten die Ordnungsämter auch dort die Lage.

"Wir werden weiterhin unser Skigebiet im Auge behalten, sollten vermehrt Tagestouristen auftauchen, werden unsere Beamten dort eingreifen", beschreibt Barbara Sauerland vom Ordnungsamt Herscheid die Planung für das Wochenende. So geht auch die Stadt Sundern mit ihrem Skigebiet Wildewiese um.

Alternativen sind vorhanden

Einen deutlichen Appell an alle Tagestouristen haben die Kommunen aber einstimmig: Sie bitten darum, nicht in die Hotspots der Skiregionen fahren, es gebe genügend ruhige und abgelegene Ausweichoptionen.

Stand: 24.01.2021, 16:40