Stadt Siegen testet eine Medizindrohne

Medizindrohne im Detail

Stadt Siegen testet eine Medizindrohne

  • Drohne soll medizinisches Material fliegen
  • Einzigartiger Test in NRW
  • Im Februar soll der erste Testflug stattfinden

Die Stadt Siegen testet noch in diesem Monat zusammen mit dem Klinikverbund "Versorgung neu denken" eine Medizindrohne. Sie soll bald Laborproben, Blutproben und anderes medizinisches Material zwischen der DRK-Kinderklinik und dem Kreisklinikum in Siegen transportieren.

Drohne ist wichtiges Forschungsprojekt

Das Drohnen-Projekt soll zeigen, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit digitale Transportdienstleistungen zur medizinischen Versorgung in der Stadt Siegen aufgebaut werden können.

KODRONA Medizindrohne Team

Das Forschungsteam stellt das Projekt vor.

"Wir möchten anhand des Modellvorhabens besser verstehen, was hier vor Ort getan werden kann, damit unbemannte Lufttransporte von medizinischem Material im urbanen Raum sicher möglich werden", sagt Projektleiter Dominik Eichbaum.

Sondergenehmigung für Drohne

Eigentlich ist es verboten, dass Drohnen in Krankenhausnähe fliegen. Die Gefahr, dass sie mit Rettungshubschraubern zusammenstoßen, ist zu groß. Deshalb arbeiten die Forscher an einem speziellen System, welches Flugbewegungen erkennen und so Zusammenstöße verhindern soll.

Noch im Laufe des Februars 2020 werden alle Vorbereitungen getroffen, damit im optimalen Fall auch schon ein Testflug stattfinden kann. Insgesamt kostet das Projekt um die 435.000 Euro. 73 Prozent davon übernimmt der Bund. Das Projekt ist einzigartig in NRW.

Stand: 07.02.2020, 14:42