Forschungsprojekt in Münster für IT-Sicherheit in Kliniken

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Forschungsprojekt in Münster für IT-Sicherheit in Kliniken

  • Forscher wollen mehr IT-Sicherheit
  • Schutz für medizinische Geräte
  • Kliniken beliebtes Ziel von Hackern

Forscher der Fachhochschule Münster und der Ruhr-Uni Bochum wollen die IT-Sicherheit in Krankenhäusern verbessern. Denn Kliniken werden immer häufiger zum Ziel von Hackern. In dem Forschungsprojekt geht es vor allem darum, medizinische Geräte wie Infusionspumpen oder Röntgengeräte vor Cyberangriffen zu schützen.

Kliniken nicht gut geschützt

Viele Kliniken glauben, sie seien schon hinreichend geschützt. Das sei aber nicht so, sagt Forschungsleiter Sebastian Schinzel. "Technisch gesehen sind die noch nicht besonders gut aufgestellt, wenn man angreifen möchte, dann kann man das tun." Beispiel Neuss: Hier legten Internetkriminelle im Frühjahr 2016 ein Krankenhaus lahm. Zum Glück seien hier keine Menschen zu Schaden gekommen, sagt Schinzel. "Und das wollen wir vermeiden, dass sowas passiert."

Hacker wollen Geld erpressen

Das Franziskus-Hospital in Ahlen zum Beispiel war im vergangenen Jahr neun Millionen Mal Angriffen ausgesetzt. Auch gegen das Marien-Hospital in Lüdinghausen gab es gezielte Attacken. Früher sollten Viren einfach zerstören. Heute gehe es häufig darum, Geld zu erpressen, sagte ein Sprecher von der St. Franziskus Stiftung in Münster.

Kliniken reagieren mit Firewalls

Bei den Kliniken der St. Franziskus-Stiftung konnten alle Hackerangriffe abgewehrt werden. Patientendaten und medizinische Geräte waren nicht betroffen. Mit speziellen Firewalls reagieren auch Kliniken in Ahaus, Borken und Bocholt.

Kampf gegen Cybercrime Westpol 13.01.2019 UT DGS Verfügbar bis 13.01.2020 WDR

Stand: 18.01.2019, 20:00