Arnsberg: Waffenlauf in Thermoskanne geschmuggelt

Waffendiebstahl bei Umarex in Arnsberg 00:30 Min. Verfügbar bis 29.08.2020

Arnsberg: Waffenlauf in Thermoskanne geschmuggelt

  • Mitarbeiter in Arnsberg stiehlt Waffen
  • Waffen an Zwischenhändler verkauft
  • Umarex verschärft Sicherheitsmaßnahmen

Der Waffenhersteller Umarex hat am Donnerstag (29.08.2019) betont, dass er bei der Aufklärung des Schmuggels von Waffenteilen mit der Polizei zusammengearbeitet habe. Die Sicherheitsmaßnahmen im Werk in Arnsberg seien kontinuierlich verschärft worden.

Sicherheitsvorkehrungen ausgetrickst

Der Mitarbeiter konnte die Waffenteile stehlen, indem er sehr geschickt vorging. So habe er Metalldetektoren dadurch ausgetrickst, dass er den Lauf einer Waffe in einer Thermoskanne aus Metall versteckt hatte.

Der 47-Jährige hatte sich auch spezielle Maschinen gekauft, mit denen er die Walther-Pistolen und selbst entworfene Waffen zusammenbaute. Die meisten der Waffen, die die Polizei fand, waren scharf. Verkauft hat er sie dann für 250 Euro das Stück an einen 26-jährigen Zwischenhändler in Menden.

Waffenhändlerring zerschlagen

Bei einer Razzia in mehreren nordrhein-westfälischen Städten hatte die Polizei am Mittwoch (28.08.2019) einen Waffenhändlerring zerschlagen. Dabei waren mindestens 150 Pistolen des Typs Walther P22 ohne Seriennummer gefunden worden. Sie waren an unterschiedliche Kriminelle geliefert worden, unter anderem an Mitglieder von Rockerbanden, denen die Razzia galt.

Stand: 29.08.2019, 17:29