Sexualisierte Gewalt: Mutter aus Kalletal will bei Ermittlungen helfen

Symbolbild Blaulicht Polizei

Sexualisierte Gewalt: Mutter aus Kalletal will bei Ermittlungen helfen

Eine alleinerziehende Mutter aus Kalletal steht in Verdacht, zwei ihrer Kinder sexualisierte Gewalt angetan zu haben. Jetzt will die Frau der Polizei bei weiteren Ermittlungen helfen.

Die 32 Jahre alte Frau will der Polizei Zugangsdaten für Handys zur Verfügung stellen. Darauf sind wohl Fotos gespeichert, die sexualisierte Gewalt an den Kindern zeigen sollen.

Die Mutter der betroffenen Kinder im Alter von fünf und acht Jahren will vor einem möglichen Prozessbeginn Anfang nächsten Jahres umfassend aussagen. Damit wolle sie verhindern, dass die Kinder vor Gericht erscheinen müssen.

Festnahme bereits Anfang August

Die Verdächtige wurde bereits Anfang August festgenommen und ist seitdem in Untersuchtungshaft. Drei ihrer ingesamt vier Kinder seien vom Jugendamt in Obhut genommen worden. "Die Kinder sind fünf, acht und elf Jahre alt", erklärt Bielefelds Polizeisprecherin Sonja Rehmert.

Die Ermittler waren auf den Fall aufmerksam geworden, weil sie Daten in einem anderen Verfahren ausgewertet hatten. Aus welchem genau, wollten die Behörden noch nicht sagen. Klar ist nur, dass sie nicht aus den großen Missbrauchsverfahren wie Lügde, Bergisch Gladbach oder Münster stammen sollen.

Auf dem in dem anderen Fall ausgewerteten Daten sind die beiden jüngeren Kinder der Frau als Geschädigte zu sehen. Die Mutter selbst hat bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold hatten die Ermittlungen übernommen.

Weitere Durchsuchungen mit Hundertschaft

Wie die Polizei damals mitteilte, hatte es bereits in der in der Woche vor der Festnahme eine umfangreiche Tatortaufnahme zur Beweissicherung in der Wohnung in Kalletal-Hohenhausen gegeben. Dabei war auch ein Datenträgerspürhund im Einsatz.

Daraufhin liefen weitere Durchsuchungen; dabei halfen Beamte einer Einsatzhundertschaft. Die Ermittler wollten im nächsten Schritt klären, ob die Wohnung der Familie der Tatort ist und ob es noch weitere gibt.

Datenträger gefunden

Bei den Durchsuchungen sind auch Datenträger sichergestellt worden. Die Polizei muss dieses Material auswerten. Dabei will die 32-Jährige nun helfen. Was genau der Mutter vorgeworfen wird, dazu will sich die Staatsanwaltschaft weiter nicht äußern. Im Moment steht der Verdacht der schweren sexualisierten Gewalt an ihren Kindern im Raum. Weitere Beschuldigte gibt es zur Zeit nicht.

Corinna Porter und Carlotta Drees - Grundschule als Schutzraum

WDR 2 Jörg Thadeusz 24.08.2021 25:21 Min. Verfügbar bis 24.08.2022 WDR 2


Download

Stand: 13.09.2021, 19:25