Nordkirchen plant Mobilitätsstationen

Mobil: Bus-Bahnhöfe als Service-Zentren Lokalzeit Münsterland 02.05.2019 05:25 Min. Verfügbar bis 02.05.2020 WDR Von Markus Wollnik

Nordkirchen plant Mobilitätsstationen

  • Bessere Vernetzung der Ortsteile
  • Drehscheiben für Pendler
  • Projekt für etwa 1,2 Millionen Euro

Für das Projekt hat die Gemeinde mehr als eine Million Euro Fördermittel beim Land NRW beantragt, rund 100.000 Euro müsste die Kommune selbst investieren. Mit den Mobilitätsstationen sollen die einzelnen Ortsteile der ländlichen Gemeinde besser miteinander vernetzt werden. Zum Angebot der Stationen sollen zum Beispiel Car-Sharing-Autos, Elektro-Roller oder Lasten-Fahrräder gehören – vernetzt per App.

Lastenrad mit Elektroantrieb, Radler ist ein Mann

Ein Elektroantrieb hilft auch dabei, Schweres zu transportieren

"Die Möglichkeit meine Pakete, Wäsche oder Lebensmittel dort abzuholen", sei auch von Vorteil, sagt Nordkirchens Bürgermeister Dietmar Bergmann über die Pläne. "Ich stelle mir vor, dass ich alles, was ich im Hinblick auf Mobilität brauche, dort vorfinde."

Vorerst vier Mobilitätsstationen geplant

Die vorerst vier geplanten Mobilitätstationen in Nordkirchen sollen ansprechend gestaltet sein und "Aufenthaltsqualität bieten". Es sollen Drehscheiben sein, denn bisher kommt man in vielen Teilen der Kommune nur mit dem Bus oder Privatwagen weiter.

Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Tickets" ist an einem Bus angebracht

Im Ortsteil Capelle beispielsweise halten derzeit Züge und Busse in völlig unterschiedlicher Taktung, lange Wartezeiten sind vorprogrammiert.

Ziel: bessere Vernetzung

Bisher steigen die meisten Berufspendler aber aufs private Auto um. Funktionieren die sogenannten Mobilitätsstationen wie sie sollen, könnten die Nordkirchener hier in Zukunft vom Zug auf den E-Roller und später dann aufs Privat-Fahrrad umsteigen.

Stand: 02.05.2019, 18:41