Sensoren stoppen Dauerparker in Geseke

Automatische Parkzeit-Überwachung 03:16 Min. Verfügbar bis 26.11.2020

Sensoren stoppen Dauerparker in Geseke

  • Unter jedem Parkplatz ein Sensor
  • Fremdparker bekommen Knöllchen
  • BGH urteilt über Privat-Parkplätze

Auf dem Parkplatz eines Discounters in Geseke werden parkende Autos jetzt von Sensoren überwacht. Die schwarzen Boxen auf dem Boden registrieren, wie lange ein Pkw dort parkt. Damit sollen Fremdparker verdrängt werden.

Sensoren ersetzen Parkscheibe

Wenn ein Auto länger als zwei Stunden über dem Sensor steht, wird ein Kontrolleur einer Firma für Parkplatzüberwachung alarmiert. Er sieht auf seinem Smartphone, welches Auto zu lange parkt.

Dauerparker bezahlen knapp 20 Euro

Park-Sensoren in Geseke

Knöllchen unterm Scheibenwischer

Ist die Zeit überschritten, wird der Wagen zur Beweissicherung fotografiert. Danach klemmt der Kontrolleur ein Knöllchen hinter den Scheibenwischer. Fremdparker, die nicht zahlen wollen, müssen mit Mahngebühren und Gerichtskosten rechnen.

Autofahrer werden durch Hinweisschilder auf die Überwachung aufmerksam gemacht. Hintergrund: Die Parkfläche liegt direkt neben dem Bahnhof, Pendler haben ihr Auto dort oft den ganzen Tag lang abgestellt.

Muss Halter Knöllchen vom Privatparkplatz zahlen?

Mit dem Parken auf bewirtschafteten Privatflächen beschäftigt sich am Mittwoch (27.11.2019) der Bundesgerichtshof. Es geht um eine Autohalterin aus Arnsberg. Die Frau hatte länger als erlaubt auf einem Krankenhausparkplatz geparkt und soll ein Bußgeld zahlen.

Sie weigert sich aber zu bezahlen und argumentiert, sie habe das Auto nicht selbst gefahren. Die Halterhaftung, wonach im Zweifel derjenige zahlen muss, auf den das Fahrzeug zugelassen ist, gelte nicht auf dem Privatparkplatz. Sowohl das Amtsgericht als auch das Landgericht Arnsberg gaben der Frau Recht, jetzt soll der BGH entscheiden.

Stand: 26.11.2019, 11:00

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Ellen Jansohn-Bessai 26.11.2019, 19:51 Uhr

    Keine kritische Berichterstattung. Bahn fahren spart CO2. Da sollte man Parkplätze für die Pendler errichten. Aldi kann ich zwar verstehen, den Rest aber nicht.

  • 3 Ramona, Siegen 26.11.2019, 18:54 Uhr

    Anstatt mal was gegen die Parkplatzproblematik zu tun wird abgezockt. Wo sollen den die Pendler mit den Autos hin ? ÖPNV bis zum Bahnhof kann man in den ländlichen Gebieten vergessen.

  • 2 Hasi 26.11.2019, 15:32 Uhr

    Hauptsache es kommt Geld in die Kasse!

  • 1 W.Aarts, Mönchengladbach 26.11.2019, 14:21 Uhr

    Es ist mal wieder eine Mentalitätsfrage, ich parke länger obwohl es nicht gestattet ist und werde auch nochmal dafür belohnt. Hier ist mal wieder ein Beispiel von der Täter zum Opfer und das Opfer wird bestraft. Regeln und Gesetze sind dafür da alles etwas geordnet ablaufen zu lassen, nicht um sie zu umgehen. Wie kriegen wir die Städte weniger voll wenn die Gerichte Falschparker unterstützen. Es gibt sogar Autofahrer die parken auf Grünflächen weil ein Knöllchen da billiger ist als auf einen normalen Parkplatz. Mann sollte solche Mentalitätsverrauhung nicht auch noch honoriere indem mann straffrei davonkommt. Rasen,Alkohol am Steuer, benutzen von Handy's während der Fahrt all das ist eine Frage der Mentalität und ist Strafbar......