Mit der Seilbahn von Siegen nach Kreuztal

Seilbahn durchs Siegerland geplant 03:14 Min. Verfügbar bis 02.04.2020

Mit der Seilbahn von Siegen nach Kreuztal

Von Gerrit Saßmann

  • SPD visioniert Seilbahn in Siegen
  • Konzept sei umweltfreundlich und zuverlässig
  • Kreistag entscheidet über Machbarkeitsstudie

Die SPD-Kreistagsfraktion sieht in einer Seilbahn von Siegen nach Kreuztal die Zukunft der öffentlichen Mobilität. Die Bahn über die Stadtautobahn HTS könnte auch einen Abzweig auf den Haardter Berg in Weidenau machen.

Dort ist der Hauptstandort der Universität Siegen - viele Studierende würden so auf den Hügel befördert. Für Michael Sittler von der SPD würde das ein modernes, urbanes Nahverkehrskonzept perfektionieren.

Nur eine Vision?

eine Seilbahn schwebt über einer Straße

So könnte die Seilbahn von Siegen nach Kreuztal aussehen

Für das innovative Projekt fordern Michael Sittler und seine Mitstreiter eine Machbarkeitsstudie. Er ist davon überzeugt, dass eine Seilbahn über die Stadtautobahn die Lösung ist: Wegen des langfristig zunehmenden Verkehrs und der topografisch engen Talsituation zwischen Siegen-Eiserfeld und Kreuztal.

"Wir brauchen dafür nämlich keine neue Trasse, für die wir auch keinen Platz hätten", sagt Michael Sittler. Ob die Seilbahnpfeiler auf oder neben der HTS stehen könnten, wäre zu prüfen.  

Fahren ohne Fahrpläne

Für Michael Sittler hätte eine Seilbahn aber noch mehr Vorteile: Sie ist elektrogetrieben und damit umweltfreundlich. Fahrpläne wären auch nicht mehr nötig, weil die Gondeln immer in Betrieb wären: "Menschen wollen schnell und zuverlässig von A nach B kommen." Die Kosten für eine Seilbahn lägen nach Michael Sittler möglicherweise in einem zweistelligen Millionenbereich.

Jetzt soll erst einmal eine Machbarkeitsstudie klären, ob sich die Seilbahn technisch und rechtlich realisieren lässt - oder ob diese Form der modernen Mobilität im Siegerland eine Vision bleibt. Der Kreistag soll Anfang Juli darüber entscheiden, ob eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird.

Stand: 02.04.2019, 06:55

Kommentare zum Thema

35 Kommentare

  • 35 Von Eisenstein 04.04.2019, 00:48 Uhr

    Warum nicht gleich die Sieg und Ferndorf von Siegen nach Kreuztal schiffbar machen.

  • 34 Konstantin_sh@hotmail.de 03.04.2019, 22:13 Uhr

    Ja, ich bin dabei, wenn Sie Leute als Mitarbeiter brauchen, werde ich mich gerne dafür engagieren. MfG Konstantin Sheshel

  • 33 Friedrich Busch 03.04.2019, 16:13 Uhr

    Leute habt ihr mal auf's Datum geschaut wann diese Meldung raus kam! :-)

  • 32 J?rgen Moritz 03.04.2019, 13:56 Uhr

    Für mehrere Millionen Euro noch ein Verkehrsmittel, wo die Infrastruktur der anderen entweder ständig repariert oder angepasst werden muss(HTS, Bahnlinie, Busverkehr) oder gar gar nicht in die Zielrichtung kommt(?berlebensgeeignete Radverkehrsrouten)? Der Autoverkehr darf nicht weiter zunehmen ( Lärm, Bewegungsarmut) sondern sollte in Schranken verwiesen sein, dafür und der Ausbau von Nah-und Radverkehr wird Geld gebraucht !

  • 31 Thomas S. 03.04.2019, 11:05 Uhr

    Guten Morgen Vieleicht sollten die Herren anstatt einer Machbarkeitsstudie das Geld erst mal in die Seitenstraßen stecken, damit man auch zur Seilbahneinstiegsstelle kommt ohne sich die Knochen zu brechen. Weder mit dem Auto und vor allem mit dem Fahrad kann man dort noch fahren. Ganz Siegen leidet nur noch unter Ruinen. Es gibt wirklich wichtigere Baustellen in Siegen anstatt neue Ufern und Seilbahnen.

  • 30 Thomas Süßmuth 03.04.2019, 10:56 Uhr

    Guten Morgen Vieleicht sollten die Herren anstatt einer Machbarkeitsstudie das Geld erst mal in die Seitenstraßen stecken, damit man auch zur Seilbahneinstiegsstelle kommt ohne sich die Knochen zu brechen. Weder mit dem Auto und vor allem mit dem Fahrad kann man dort noch fahren. Ganz Siegen leidet nur noch unter Ruinen. Es gibt wirklich wichtigere Baustellen in Siegen anstatt neue Ufern und Seilbahnen.

  • 29 YoJoe 03.04.2019, 09:28 Uhr

    Na endlich mal ne gute Idee von einem SPDler. Sehr ungewöhnlich. Blindes Huhn und Korn und so ... Aber dann bitte auch weiterdenken und nicht nur in Siegen, sondern flächendeckend im ganzen Altkreis Siegen von den Orsteilen in die Gemeinden und von dort aus nach Siegen. Via Luftlinie statt Straßenverlauf. Und hierfür nicht nur die Machbarkeitsstudie, sondern auch eine Berechnung wann sich die Seilbahn dann amortisiert hat, wenn man die Wern Group oder ähnliche öffentliche abzockende Trägerschaften dann los werden kann. Und das i-Tüpfelchen wäre auch noch der fahrscheinlose Betrieb der Seilbahnen. Eine Abgabe für jeden Bürger im Kreis und jeder kann damit fahren. Fertig. Umweltschonend, wartungsarm, günstig im Bau, günstig im Betrieb. Perfekt. In Südamerika funktioniert's schon, die sind uns Jahre voraus. Andere deutsche Städte überlegen ebenfalls schon in diese Richtung.

  • 28 Silent 02.04.2019, 23:28 Uhr

    Einfach die Bahn öfter fahren lassen. Fertig. Ne Seilbahn! Wat soll der Quatsch?

  • 27 Zeitzeuge 02.04.2019, 22:21 Uhr

    Der Kreis Siegen-Wittgenstein und sein Dilemma um die öffentliche Daseinsvorsorge. Entschloss sich doch einst Landrat Breuer den ÖPNV in private Hände zu geben. Qualität und ein nachhaltiges Fahrplanangebot wurden unwiederbringlich zerschlagen. Wie hochgradig erfolgreich, erleben Kunden des regionalen "Fuhrunternehmers" in den letzten Wochen mit einem Feuwerk von Ausfällen. Jetzt träumen Kreistagspolitiker vom großen Wurf, einer Seilbahn. Eine Seilbahn ist eine mögliche Ergänzung einer gut getakteten, nachhaltigen ÖPNV-Infrastruktur. In der Regel Synergien aus den Systemen Schiene und Straße, also Straßen- und Stadtbahnen, Busse. Anstatt die Hausaufgaben zu erledigen und wieder ein auskömmliches Nahverkehrsangebot bereit zu stellen, verliert sich der Kreistag in Träumereien. Wäre eine Schwebebahn keine schnellere Alternative, oder gar Wasserbusse auf Sieg und Ferndorf? Eine Staustufe in Niederschelden würde aus den Bächen den westfälischen Ganges machen. Satire aus...

  • 26 Gabriele 02.04.2019, 22:06 Uhr

    Super, endlich wird Siegen innovativ und umweltfreundlich.

  • 25 Iserner 02.04.2019, 21:25 Uhr

    Zweistelliger Millionenbetrag. Eher eine dreistellige Eiserfeld -Kreuztal ca. 15 km! Wer soll das bezahlen.... Die ewig klamme Stadt Siegen das Land oder der Bund? Die jenigen die sich diese Schnapsidee ausgedacht haben sollten nochmal tief in sich gehen und das ganze nochmal richtig gut überlegen.