Schwimmender Solarpark auf dem Silbersee

Stand: 04.11.2021, 13:42 Uhr

Auf dem Silbersee III zwischen Haltern und Dülmen könnte es bald einen riesigen schwimmenden Solarpark geben. Der Strom soll unter anderem die Quarzwerke versorgen.

Auf dem Silbersee III bei Haltern könnte es bald einen schwimmenden Solarpark geben. Die Quarzwerke, die eine Anlage am Silbersee betreiben, haben den Bau beantragt. Anfang November kam die Genehmigung.

Das Großprojekt ist im Münsterland einmalig: Insgesamt soll auf dem See eine Fläche so groß wie zwei Fußballfelder mit schwimmenden Solarmodulen bedeckt werden. Kostenpunkt: soviel wie ein großes Windrad. Ende Februar 2022 soll die Anlage stehen.

Sandabbauflächen werden erweitert

Das Bild zeigt einen Solarpark mit vielen Solaranlagen

Erhöhter Energiebedarf

Den Großteil der entstehenden Solarenergie brauchen die Quarzwerke selbst. Die Gewinnung von Quarzsand aus dem Silbersee braucht viel Strom - und das auch in Zukunft. Denn wohl noch Jahrzehnte dürfte die Quarzwerke-Gruppe am Silbersee I Sand gewinnen.

Energie fürs allgemeine Stromnetz

Der Strom aus der geplanten schwimmenden Solaranlage soll aber mehr als nur den Bedarf der Quarzwerke decken: Ein Viertel der erzeugten Energie soll ins allgemeine Stromnetz fließen. Jährliche Einsparung an Kohlendioxid: rund 1.100 Tonnen.

Und Haltern soll nur der Anfang sein: Denn die Quarzwerke haben im In- und Ausland viele Standorte mit grossen Wasserflächen, die sich als Standorte für Solaranlagen eignen.