Geständnis im Bielefelder Schwert-Prozess

Vordereingang des Landgerichts Bielefeld

Geständnis im Bielefelder Schwert-Prozess

Im Prozess um eine mit einem Schwert getötete Frau hat der Angeklagte am Mittwoch vor dem Bielefelder Landgericht ein Geständnis abgelegt. Er gab an, sich an die Tat erinnern zu können.

Dem Mann wird vorgeworfen, seine Freundin im Januar mit einem Samurai-Schwert getötet zu haben.

Zur Tatzeit noch 1,9 Promille im Blut

Am Vorabend der Tat waren der Angeklagte und seine Freundin bei einem Bekannten zum Grillen und wollten dort übernachten. Allerdings, so erklärte der Mann, habe seine Lebensgefährtin dann angefangen mit einem anderem Mann Zärtlichkeiten auszutauschen. Der 37 Jahre alte Angeklagte hatte am Abend rund drei Promille Alkohol im Blut, ebenso seine Lebensgefährtin. Wütend sei er nach Herford heimgefahren.

Angeklagter hat wohl Erinnerungslücken

Als seine Freundin am nächsten Tag in Begleitung des Bekannten nach Hause kam, öffnete der Angeklagte die Tür mit einem 75 Zentimeter langen Samurai-Schwert in der Hand. Der 37-Jährige gab an, sich nicht genau erinnern zu können, ob er zugestochen habe. Am Abend dieses Tages wurden bei dem Angeklagten noch 1,9 Promille gemessen. Auch der Bekannte will nicht gesehen haben, was passiert ist.

Samurai-Schwert im Internet gekauft

Er habe einen Notarzt gerufen, die sterbende Frau auf den Bürgersteig gezogen und sei weggefahren. Ein Nachbar wartete auf den Rettungswagen und informierte die Polizei. Er hatte gesehen, wie der Angeklagte vergeblich versucht hatte, das blutende Opfer in die Wohnung zu ziehen. Das Schwert hatte die Hauptschlagader der Frau verletzt.

Stand: 12.05.2021, 17:24