Bauern fordern staatliche Hilfe für Ausstieg

Bauernverband will Staatshilfen für Schweinehaltung Lokalzeit Münsterland 12.10.2021 01:34 Min. Verfügbar bis 12.10.2022 WDR Von Simon Lenartz

Bauern fordern staatliche Hilfe für Ausstieg

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband fordert staatliche Hilfen für Bauern, die die Schweinehaltung aufgeben wollen. Viele Bauernfamilien im Münsterland würden keine Zukunft mehr sehen.

Die Erlöse für Ferkel und Schlachtschweine seien schon lange katastrophal niedrig, so WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. Die Landwirte seien deshalb jetzt auf Unterstützung angewiesen. "Wir brauchen daher staatliche Unterstützung, um ein flächendeckendes Wegbrechen von Strukturen sozialverträglich abzufedern." In Westfalen-Lippe gab es zuletzt 7.600 Schweinehaltungsbetriebe.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband stelle sich den gesellschaftlichen Wünschen nach einer grundlegenden Weiterentwicklung der Tierhaltung in Richtung von mehr Tierwohl. Er spricht sich dafür aus, die Umstrukturierungsprämie einzubetten in die umfassende Nutztierstrategie, die die sogenannte Borchert-Kommission vorgelegt hatte.

Für die schweinehaltenden Betriebe, welche die erforderlichen Stallumbauten nicht stemmen können, fordert Bauernpräsident Beringmeier eine ergänzende Ausstiegshilfe. „Bisher haben wir uns als Landesbauernverband mit starker Tierhaltung stets gegen eine staatliche Ausstiegsförderung ausgesprochen, da der Strukturwandel meist im Zuge des Generationswechsels und als Folge des biologisch-technischen Fortschritts sozial verträglich erfolgte." Dies sei hier und heute anders. 

Paradigmenwechsel im Schweinestall Lokalzeit Münsterland 13.10.2021 02:34 Min. Verfügbar bis 13.10.2022 WDR Von Dennis Burk

Stand: 13.10.2021, 16:53