Bielefeld: Gewerkschaft warnt vor Schwarzarbeit

Zoll kontrolliert Geschäfte

Bielefeld: Gewerkschaft warnt vor Schwarzarbeit

Von Mareike Gröneweg

  • Statistik belegt Problem von Schwarzarbeit
  • Zöllner ermittelten 2018 722 Mal bei Bau-Firmen
  • Gewerkschaft fordert öffentliche Kartei

Schwarzarbeit ist in der Bau-Branche offenbar weiterhin ein großes Problem. Im Jahr 2018 soll laut Hauptzollamt Bielefeld ein Schaden von 11,3 Millionen Euro entstanden sein. Die IG Bau warnt Bau-Unternehmer vor Schwarzarbeit. Denn die Chance, dabei vom Zollamt erwischt zu werden, sei leicht gestiegen.

Fast 600 Bau-Unternehmen kontrolliert

Das belegt die IG Bau mit Zahlen des Hauptzollamts Bielefeld: Dort liefen im vergangenen Jahr 722 Ermittlungen gegen Baufirmen im Raum Ostwestfalen-Lippe wegen Schwarzarbeit, und damit ein Prozent mehr Ermittlungen als im Vorjahr.

Insgesamt kontrollierten Bielefelder Zöllner 595 Bau-Unternehmen. Das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017.

Baubranche als Hotspot für Wirtschaftskriminelle

"Die Zahlen zeigen: Die Baubranche bleibt ein Hotspot für Wirtschaftskriminelle", kritisiert Sabine Katzsche-Döring von der IG Bau Ostwestfalen-Lippe in einer Pressemitteilung. Der Baugewerkschaft reichen Kontrollen allein nicht aus: Sie fordert eine öffentliche Kartei, in der Betriebe aufgelistet werden, die für Schwarzarbeit bekannt sind.

Stand: 28.05.2019, 17:06

Weitere Themen