Umweltministerin bei Ahauser Atomgegnern

Svenja Schulze nimmt den Unterschirftenkatalog von Bürgern entgegen.

Umweltministerin bei Ahauser Atomgegnern

  • Unterschriften gegen Atommülltransporte übergeben
  • Nicht-öffentliches Gespräch mit Bürgerinitiative
  • Atomgegner enttäuscht

Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" hat Bundes-Umweltminitserin Svenja Schulze am Freitagnachmittag (23.08.2019) in Ahaus die Unterschriften der sogenannte Ahauser Erklärung übergeben. Darin sprechen sich 11.500 Menschen und fast 50 Organisationen und Kommunen gegen drohende Atom-Mülltransporte aus Garching und Jülich nach Ahaus aus.

Keine konkreten Äußerungen

Vor dem einstündigen nicht-öffentlichen Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative sagte die Ministerin, in Deutschland hätten drei Generationen den Atomstrom genutzt: "30.000 werden jetzt mit den Resten umgehen müssen." Konkrete Aussagen zu den möglicherweise anstehenden Atommülltransporten machte die Ministerin nicht.

Schnellste Lösung für Jülicher Atommüll

Fakt ist: Der Atommüll in Jülich darf in seinem jetzigen Lager nicht bleiben. Darum müssen die Betreiber in Jülich entweder ein neues Lager bauen, den Müll in die USA oder aber nach Ahaus schicken. Ministerin Schulze machte bei dem Gespräch mit den Atomgegnern deutlich, dass die schnellste Lösung gewählt werden muss.

Für sie müsse Sicherheit ganz vorne stehen: "Das ist auch die erste Priorität. Aber wir haben diesen Müll, wir können ihn nicht einfach irgendwo anders hingeben. Wir müssen uns in Deutschland um unseren Müll auch selber kümmern."

Umweltministerin Svenja Schulze zu Atommüll in Ahaus

WDR Studios NRW 23.08.2019 00:20 Min. Verfügbar bis 23.08.2020 WDR Online

Sorge vor Endloslagerung

Dabei könnte Ahaus die schlechteren Karten haben, denn der Bau eines neuen Lagers in Jülich wird nach Angaben der zuständigen Gesellschaft noch mindestens 10 Jahre dauern. Dementsprechend enttäuscht waren die Ahauser Atomkraftgegner nach dem Gespräch mit der Ministerin.

Die Initiative und mit ihr die Unterzeichner der sogenannten Ahauser Erklärung befürchten, dass das bestehende Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus zu einem Endloslager werden könnte..

Wird Zwischenlager Ahaus zum Endlager? Lokalzeit Münsterland 24.01.2019 02:25 Min. Verfügbar bis 24.01.2020 WDR Von Stephan Hackenbroch

Stand: 23.08.2019, 20:01