Gemeinnützigkeit: Minister beruhigt Schützen im Sauerland

Viele Menschen sitzen in einer Halle an Tischen

Gemeinnützigkeit: Minister beruhigt Schützen im Sauerland

  • Diskussion über Vereinswesen in Brilon
  • NRW-Finanzminister hat gute Nachrichten für Schützen
  • Sie müssen nicht um ihre Gemeinnützigkeit fürchten

Schützenvereine müssen nicht länger um ihre Gemeinnützigkeit fürchten - selbst wenn sie nur Männer aufnehmen. Das hat NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) am Mittwochabend (11.01.2018) bei einer Diskussionsrunde in Brilon deutlich gemacht.

Zuletzt hatten die Freimaurer nach einem Gerichtsurteil ihre Gemeinnützigkeit verloren. Viele Vereine haben deshalb Angst, dass auch sie ihre Gemeinnützigkeit und damit ihre Steuervorteile einbüßen.

Schützen "fördern Heimat und Gemeinschaft"

Zwei Männer sitzen auf Stühlen, daneben weitere Menschen

Lutz Lienenkämper (links) bei der Diskussion

Finanzminister Lienenkämper hatte bei der Veranstaltung im Sauerland aber gute Nachrichten. Er konnte vor allem die Schützenvereine beruhigen: Sie wendeten sich an die gesamte Bevölkerung und hätten das Ziel, Heimat und Gemeinschaft zu fördern, stellte er klar - auch, wenn sie nur Männer aufnehmen.

Auch die Arbeit der Friedhofsvereine hält der Finanzminister für gemeinnützig. Die Finanzämter sehen das anders, weil die Vereine kommunale Aufgaben übernehmen - wie zum Beispiel der Friedhofsverein in Olsberg-Elleringhausen.

Vereinfachungen für Vereine gefordert

Laut Lienenkämper reiche es aber oft, wenn diese Vereine ihre Satzung ans Steuerrecht anpassen. Er regte aber auch an, dass der Bund das Steuerrecht für die Vereine vereinfachen müsse.

Stand: 11.01.2018, 09:35