Schüsse auf Zug in Lüdenscheid wohl aus Soft-Air-Pistole abgefeuert

Eine Markierung der Polizei ist auf einer Scheibe neben einem Einschussloch zu sehen.

Schüsse auf Zug in Lüdenscheid wohl aus Soft-Air-Pistole abgefeuert

In Lüdenscheid haben Unbekannte am Samstag auf einen Zug geschossen. Fenster splitterten, verletzt wurde aber niemand. Die Schüsse sollen aus einer Soft-Air-Pistole abgegeben worden sein.

Auf der Strecke von Lüdenscheid nach Lüdenscheid-Brügge ist am Samstag gegen 21 Uhr auf einen Regionalzug geschossen worden. Verletzt wurde niemand.

Fahndung per Hubschrauber

Als die Schüsse fielen, fuhr die Regionalbahn mit 70 Kilometern pro Stunde durch besiedeltes Gebiet. Die Bahn verkehrte auf einer eingleisigen Strecke, zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Brügge – die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Der Zugführer und zwei Begleiter hielten sich in dem Zug auf. Durch die Schüsse gingen mehrere Fenster zu Bruch. Am Samstagabend suchte die Polizei auch per Hubschrauber nach den Tätern.

Auch Schule wurde beschossen

Am Sonntag wurde dann bekannt, dass auch eine Turnhalle in Lüdenscheid beschossen und beschädigt wurde. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung – zunächst war wegen Mordversuchs ermittelt worden. Nach ersten Erkenntnissen soll mit einer Soft-Air-Pistole geschossen worden sein.

Weitere Einschusslöcher

Zwei Einschusslöcher in einer Glasscheibe.

Diese Einschusslöcher stammen vermutlich aus einer Soft-Air-Pistole.

Während der Ermittlungen sind zwei weitere Sachbeschädigungen durch Einschüsse bekannt geworden. An einer Firma beschossen der oder die Täter unter anderem zwei Fenster, teilt die Polizei mit.

Größerer Schaden wurde am Lüdenscheider Kreishaus angerichtet: Insgesamt 13 Fensterscheiben weisen Einschusslöcher auf. Geschätzter Schaden rund 15.000 Euro. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen den Fällen aus.

Stand: 07.01.2021, 19:09