Netphen: Schüler lernen Katastrophenschutz

Netphen: Schüler lernen Katastrophenschutz

Von Kai Osthoff

  • Erste Hilfe und Verhalten bei Katastrophen
  • Projekt im Unterricht in Netphen
  • Schüler sollen Wissen weitergeben

Eine Schülerin ist gestürzt, durch einen offenen Oberschenkelbruch ist ein großes Blutgefäß verletzt. Das Mädchen blutet stark. So das Übungs-Szenario am Gymnasium in Netphen.

Die Mitschüler müssen schnell handeln und legen ihr einen Druckverband an. In der Zwischenzeit wird ein Rettungswagen gerufen. "Alles richtig gemacht", lobt Kai Langenbach vom DRK am Donnerstag (04.04.2019) im WDR Fernsehen.

Schüler als Multiplikatoren

"Selbsthilfe kennen, lernen und multiplizieren" heißt das sechsmonatige Unterrichtsprojekt. Es soll den Schülern die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst näherbringen. Dafür besuchen sie auch die Feuerwehrleitstelle und die Netphener Rettungswache.

Schüler*innen lernen für den Katastrophen-Notfall

Erste Hilfe und richtiges Verhalten im Katastrophenfall

Die 19 teilnehmenden Schüler sollen nicht nur viel Wissen wie Erste Hilfe und den Aufbau eines Notrufes kennenlernen und verstehen. Sie sollen ihr Wissen auch an andere weitergeben, also als Multiplikatoren fungieren.

Wissen an Senioren weitergeben

Dann werden auch ältere Menschen auf der Schulbank sitzen und ihr Wissen über Selbsthilfemaßnahmen auffrischen. Wichtigstes Thema: Warum die fünf W-Fragen "Wer, wann, wo, was, wie viele Verletzte?" bei einem Notruf unerlässlich sind.

Auch das richtige Verhalten bei einer Katastrophenlage gehört zum Lernstoff, wie Radio anschalten und Ruhe bewahren. Denn bei Sturm Eberhard wurde deutlich, dass in Siegen-Wittgenstein viele besorgte Bürger bei der Kreisleitstelle anriefen und fragten, warum die Sirenen heulten. Das soll in Zukunft anders werden.

Stand: 04.04.2019, 16:29