Durch Matsch zum Gleis - Schandfleck Bahnhof Siedlinghausen

Durch Matsch zum Gleis - Schandfleck Bahnhof Siedlinghausen

Von Horst-Joachim Kupka

  • Bürger sehen Bahnhof in Siedlinghausen als Schandfleck
  • Eigentumsverhältnisse sind kompliziert
  • Bürgersteig und Wartehäuschen sollen kommen

Wenn Jutta Leiße in Siedlinghausen aus dem Zug steigt, beginnt für sie die Quälerei. Die alte Dame muss ihren Rollator durch Matsch und Pfützen schieben. "Das ist immer so! Matsch, Dreck. Das beginnt schon am Bahnsteig. Ich finde das unmöglich."

Frühere Pläne scheiterten

Schandfleck Bahnhof Siedlinghausen

Jutta Leiße hat einen beschwerlichen Weg zum Gleis

Das Gesamtbild des Bahnhofs finden viele unmöglich. Die Situation ist schwierig. Das alte Bahnhofsgebäude gehört einem Privatmann aus dem Rheinland, der hier mal eine Kunstgalerie geplant hatte. Davon ist keine Rede mehr. Das umliegende Gelände gehört einem Holzunternehmen. Ortsvorsteher, Ratsmitglieder aus Siedlinghausen, haben versucht, was zu ändern. Ortstermine mit Vertretern der Bahn blieben bislang erfolglos.

Wartehäuschen in Aussicht gestellt

Wegen Vandalismus wurde das Gebäude eingezäunt. Benötigt wird ein befestigter Bürgersteig und ein Wartehäuschen, sagen die Siedlinghäuser. Nach WDR-Anfrage hat die Deutsche Bahn AG in Aussicht gestellt, bis Ende Januar "nach derzeitigem Stand", so ein Bahnsprecher, ein Wetterschutzhaus zu bauen.   

Stadt soll Bürgersteig bauen

Schandfleck Bahnhof Siedlinghausen

Eingezäunt, um Vandalismus zu vermeiden

Auf ein Prunkstück, wie in der Kernstadt Winterberg, können die Siedlinghäuser nicht hoffen. Dort hatte die Stadt das Gebäude gekauft und Investoren gesucht. Das ist in Siedlinghausen nicht geplant. Im Auftrag der Bahn soll die Stadt allerdings den Bürgersteig bauen. Dafür hat sich jetzt der Bauausschuss Winterbergs ausgesprochen. Fahrgäste, wie Jutta Leiße können nur hoffen, dass zumindest Wartehäuschen und Bürgersteig so schnell, wie möglich, fertig werden.

Stand: 06.12.2018, 20:16