Säureunfall bei Autozulieferer in Attendorn

Die Feuerwehr bereitet sich für den Einsatz  in Attendorn vor.

Säureunfall bei Autozulieferer in Attendorn

  • Salpetersäure aus Produktionsanlage ausgelaufen
  • Fünf Mitarbeiter vorübergehend im Krankenhaus
  • Ursache ist noch nicht geklärt

Beim Autozulieferer Muhr und Bender im sauerländischen Attendorn hat es in der Nacht auf Samstag (25.08.2018) einen Säureunfall gegeben. Bei Reinigungsarbeiten in der Produktionshalle war Salpetersäure ausgelaufen.

Gegen 1.00 Uhr waren die Mitarbeiter der Nachtschicht dabei, die Produktionsanlage zu reinigen, als es zu dem Unfall kam, wie die Feuerwehr am Samstagmorgen bestätigte.

Laut Feuerwehr wird die Salpetersäure zum Reinigen einer Anlage benutzt. Bei dem Unfall lief die Säure nicht wie üblich durch die gesamte Produktionsanlage, sondern trat mittendrin aus.

135 Feuerwehrleute im Einsatz

Daraufhin alarmierten die etwa zehn Mitarbeiter die Feuerwehr. Da das Ausmaß des Säureunfalles nicht klar war, rückte sie mit 135 Einsatzkräften an. Bei ihrem Eintreffen hatte sich die Säure schon auf etwa sechzig Quadratmetern in der Produktionshalle verteilt. Mit rund fünfzig Mann gelang es, die Säure abzubinden und in Behältern zu entsorgen. Der Einsatz dauerte mehr als fünf Stunden. Wo das Leck in der Anlage sitzt, ist noch unklar.

 Fünf Arbeiter vorsorglich ins Krankenhaus

Die fünf Arbeiter, die unmittelbar an der Produktionsanlage arbeiteten und möglicherweise Dämpfe der Säure eingeatmet hatten, wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Salpetersäure könne sehr schnell zu Verätzung der Atemwege und Flüssigkeit in der Lunge führen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Männer konnten das Krankenhaus inzwischen unverletzt wieder verlassen.

Stand: 25.08.2018, 11:21

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