Münsterland will großes S-Bahn-Netz

Die Münsterland-S-Bahn: Kreise und Stadt Münster planen Millionenprojekt Lokalzeit Münsterland 02.12.2019 02:39 Min. Verfügbar bis 02.12.2020 WDR Von Jessica Merten

Münsterland will großes S-Bahn-Netz

  • Neun Linien in Planung
  • Mindestens zwei Züge pro Stunde
  • Borken und Coesfeld Vorreiter

Die vier Münsterland-Kreise und die Stadt Münster wollen ein S-Bahn-System aufbauen. Bis 2030 soll es fertig sein und möglichst viele Menschen dazu bewegen, auf die Schiene umzusteigen. Die Pläne dazu haben Stadt- und Kreisvertreter am Montag (02.12.2019) in Münster vorgestellt.

Neun Linien im 30-Minuten-Takt

Das neue S-Bahn-System soll aus 9 Linien bestehen. Sie sollen im 20- bis 30-Minuten-Takt fahren. Dazu werden bestehende Regionallinien um weitere Gleise ergänzt oder alte Strecken reaktiviert. Pro Jahr sollen die Züge 19 Millionen Kilometer fahren, bislang sind es elf Millionen.

Projekt gegen den Verkehrsinfarkt

Zwei Männer vor einem S-Bahn-Plan

Der Geschäftsführer des Nahverkehr Westfalen-Lippe, Joachim Künzel (re.), vor dem Linienplan

Mit dem erweiterten Bahnverkehr wolle die Region dem Verkehrsinfarkt entgehen, sagte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Die Pläne sind Teil des übergeordneten Projektes "Mobiles Münsterland", das aus unterschiedlichen Verkehrsarten bestehen soll, zu denen auch Schnellbusse gehören werden.

Erste Verdichtungen bereits in Sicht

Bereits zum nächsten Fahrplanwechsel sollen in den Kreisen Coesfeld und Borken erste Verdichtungen der Verbindungen nach Münster oder Essen angeboten werden. Der Kreis Steinfurt strebt auf der Strecke Münster - Enschede ein dichteres Angebot an. Zudem soll die Planung für die Elektrifizierung dieser Verbindung aufgenommen werden.

Der Kreis Warendorf soll von der Reaktivierung der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster und von einer engeren Taktung auf anderen Strecken profitieren.

Lokalzeit2go vom 30.04.2019: Reallabor Mobilität am FMO 00:50 Min. Verfügbar bis 30.04.2020

Stand: 02.12.2019, 20:00