Richtungswechsel für Zechenbahn in Ibbenbüren

Ein Güterzug steht auf Gleisen.

Richtungswechsel für Zechenbahn in Ibbenbüren

  • Zechenbahn wird Kraftwerksbahn
  • RWE übernimmt den Betrieb
  • Kohletransport zum Kraftwerk

Ende des Jahres wird auf der Zeche Ibbenbüren die Förderung von Steinkohle eingestellt. Das hat auch Folgen für das benachbarte Kraftwerk und die Zechenbahn. Bis jetzt transportiert die Bahn einen Teil der geförderten Kohle ins Tal, während der Rest im anliegenden Kraftwerk verstromt wird. In Zukunft soll die Zechenbahn die auf dem Weltmarkt gekaufte Kohle zum Kraftwerk befördern.

RWE übernimmt Zechenbahn

Ein Kraftwerk unter blauem Himmel.

Das Kraftwerk in Ibbenbüren braucht täglich Kohle aus dem Tal

Zurzeit wird die Bahn noch von der Zeche betrieben. Ab 2020 übernimmt RWE den Betrieb. Das Unternehmen setzt dann neue Elektroloks ein. Dabei werde es für die Anwohner keine zusätzlichen Lärm-Belastungen geben, so RWE.

Um das Kraftwerk mit Brennstoff zu versorgen, muss mehr Kohle als bisher transportiert werden. Zurzeit fährt die Bahn etwa sechs mal am Tag runter ins Tal. In Zukunft soll sie dann sieben bis zehn mal täglich auf der sechs Kilometer langen Strecke pendeln.

Widerstand gegen Lkw-Verkehr

Die Alternative zur Zechenbahn stößt bereits jetzt auf heftigen Protest. Denn das wäre der Transport per Lkw. Für die Stadt Ibbenbüren und die RWE ist das keine Option. So umweltfreundlich wie möglich möchten die Verantwortlichen den weiteren Betrieb des Kraftwerks gestalten.

Stand: 07.06.2018, 07:39