Westfalens Bauernpräsident Röring hört 2020 auf

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Westfalens Bauernpräsident Röring hört 2020 auf

Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Johannes Röring aus Vreden, gibt im März 2020 sein Amt ab. Das hat er am Mittwoch (12.06.2019) bekanntgegeben.

Nach Diskussionen mit den Kreisvorständen und in Absprache mit seiner Familie habe er sich entschieden, vorzeitig von seinem Amt zurückzutreten, sagte er auf einer Tagung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Erst 2018 war der 60-Jährige für drei weitere Jahre im Amt bestätigt worden.

Rücktritt nicht ganz freiwillig?

Der Rücktritt kam aber offenbar nicht ganz aus freien Stücken. Der Vorstand des WLV sei der Meinung gewesen, seine Aufgaben künftig auf zwei Personen zu verteilen, sagte Röring am Donnerstag dem WDR in Münster.

Röring ist seit 2012 Bauernpräsident in Westfalen-Lippe. Zudem gehört der Christdemokrat seit 2005 dem Deutschen Bundestag an, bei der Wahl 2017 hatte er sein Mandat mit 52,3 Prozent klar verteidigt. Er erntet aber nicht nur Zustimmung. Seit Langem muss er sich anhören, er habe zu viele Funktionen. So gehört er 15 Unternehmensgremien an, darunter sind allein neun Aufsichtsratsposten.

Kritiker: Zu viele Jobs

All diese Nebentätigkeiten und Einkünfte muss der CDU-Abgeordnete der Bundestagsverwaltung melden - und da gab es zuletzt Unstimmigkeiten. Das Präsidium des Bundestages habe offiziell einen Verstoß gegen Verhaltensregeln des Bundestags festgestellt, berichtete die Süddeutsche Zeitung am 7. Juni.

Röring soll Nebeneinkünfte aus der Agrarbranche nicht rechtzeitig angegeben haben. Röring bestätigte dies dem WDR: In einem Fall sei von seinem Büro fälschlicherweise nicht ein Jahres-, sondern nur ein Monatsbetrag angegeben und in einem zweiten Fall eine Tätigkeit zu spät gemeldet worden.

Stand: 13.06.2019, 20:01

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