Mehrere Hektar Buchenwald bei Lienen gerodet

abgeholzte Fläche

Mehrere Hektar Buchenwald bei Lienen gerodet

Im Teutoburger Wald bei Lienen im Kreis Steinfurt hat der Zementhersteller Dyckerhoff nach jahrelangem Streit dreieinhalb Hektar Buchenwald gerodet. Damit soll der Kalkabbau hier weitergehen.

Die Bürgerinitiative Pro Teuto hatte bis zuletzt versucht, die Rodung in dem Steinbruch zu verhindern. Zunächst auch mit Erfolg: Im Herbst hatte das Kreisumweltamt die schon seit Langem genehmigte Rodung auf Eis gelegt. Es ging um den Schutz einer Fledermaus-Art.

"Fledermäuse nicht gefährdet"

Im Dezember kam der Kreis dann zu der Einschätzung, dass das "Große Mausohr" hier durch die geplanten Rodungen nicht gefährdet sei. Wenige Tage nach diesem Votum des Kreis-Umweltausschusses rückten in Lienen die Baumfäller an.

Bürgerinitiative erschüttert

Die Bürgerinitiative "Pro Teuto" ist über die Abholzung des Buchenwaldes erschüttert, sie sorgt sich vor allem darum, dass nun auch mehrere Quellen versiegen könnten. Das Zementunternehmen Dyckerhoff bekräftigte hingegen seine Auffassung, dass die Baumfällungen für den weiteren Kalkabbau notwendig seien.

Stand: 05.01.2021, 16:50