Nach Unfall auf Rodelbahn: Appell an Eigenverantwortung

Rodel-Unfall: Appell an Eigenverantwortung 01:47 Min. Verfügbar bis 13.08.2020

Nach Unfall auf Rodelbahn: Appell an Eigenverantwortung

  • Keine technischen Mängel
  • Ermittlungen wegen Fahrfehlers
  • Sechsjähriger schwer am Kopf verletzt

Die Warnschilder an der Bahn sind nicht zu übersehen: Bremsen! Genau das hatte offenbar ein Rodel-Fahrer am Donnerstag (08.08.2019) nicht rechtzeitig getan: Sein Schlitten hatte den vorausfahrenden gerammt. Ein sechsjähriger Junge wurde dabei schwer am Kopf verletzt.

"Wir gehen ganz klar von einem Fahrfehler aus", sagt Polizeisprecher Sebastian Held am Dienstag (13.08.2019) dem WDR. "Es ist nicht rechtzeitig gebremst worden." Bahn-Betreiber Franz-August Hoffmann bekennt, er sei noch geschockt von dem Unfall.

Mit jedem Durchgang wagemutiger

Was Hoffmann schon oft beobachtet haben will: "Bei der ersten Fahrt wird verhalten gefahren. Und bei weiteren Fahrten, wenn die Leute meinen, die Bahn zu beherrschen, wird man etwas leichtsinniger, wagemutiger."

Schild mit Anleitung am Startpunkt der Rodelbahn

Schriftliche Anleitung am Start

Die Rodelbahn war nach dem Unfall zunächst stillgelegt worden. Ein Gutachter hatte anschließend technische Mängel ausgeschlossen. Seit Dienstag ist die Anlage deshalb wieder in Betrieb.

Stand: 13.08.2019, 17:28