Roboter-Kollegen helfen Menschen mit Behinderung

Die Assistenz-Roboter unterstützen eine Frau bei Montagearbeiten

Roboter-Kollegen helfen Menschen mit Behinderung

In den Iserlohner Werkstätten gibt es jetzt neue "Kollegen": Roboter unterstützen Menschen mit Behinderung bei Montagearbeiten.

Die Roboter helfen Menschen, die beispielsweise einen Arm nicht gut bewegen oder sich nicht lange konzentrieren können. Dazu gibt es die digitalen Assistenten in zwei verschiedenen Varianten.

Der eine funktioniert wie ein zusätzlicher Arm mit Hand. Er greift Montageteile und hält zum Beispiel eine Schraube fest, während der Mensch die Mutter aufdreht.

Arbeiten mit Blickkontakt

Über einen Monitor, der wie ein Gesicht gestaltet ist, hält der Roboter Blickkontakt zum Menschen, passt sich seinem Tempo an. So geraten auch Berührungsängste mit den neuen, digitalen "Kollegen" schnell in Vergessenheit.

Das andere Assistenzsystem ist für kompliziertere Montagearbeiten mit mehreren Bauteilen und Arbeitsschritten gemacht. Es projiziert ein wenige Sekunden langes Video mit dem nächsten Handgriff auf den Tisch.

Videoanleitungen helfen Schritt für Schritt

Das Video wird so lange wiederholt, bis dieser Arbeitsschritt erledigt ist. Dann kommt die nächste digitale Anleitung. So wird niemand gehetzt, jeder kann in seinem Tempo arbeiten und hat die Anleitung immer vor Augen.

25 solcher Assistenz-Roboter werden auf die fünf Standorte der Werkstätten in Iserlohn und Hemer verteilt. Sie sind Teil einer Studie, die vom Forschungszentrum Jülich begleitet wird. Die Anschaffungskosten in Höhe von 900.000 Euro übernimmt die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

Stand: 07.05.2021, 13:56