Rinderherde in Erwitte an Bleivergiftung gestorben

Ein junger Mann und eine schwarze Kuh auf einem Feld

Rinderherde in Erwitte an Bleivergiftung gestorben

Von Elfie Schader

  • Autobatterie in Erwitte illegal auf Feld entsorgt
  • Batterie-Säure gelangte ins Futter
  • Einige Rinder sofort tot, Rest eingeschläfert

Auf einem Biohof in Erwitte ist eine Herde Rinder an einer Bleivergiftung gestorben. Das Veterinäramt des Kreises Soest stellte fest, dass das Blei aus einer Autobatterie stammte.

Verheerende Folgen durch illegalen Müll

Die Auto-Batterie wurde offenbar von Unbekannten illegal auf dem Feld entsorgt, auf dem Kleegras für die Tiere angebaut wurde. Beim Mähen wurde die bleisäurehaltige Batterie klein geschreddert und geriet so in die Futterballen.

Ein Teil der Angus-Rinder war nach dem Fressen der verseuchten Silage sofort tot, die anderen mussten eingeschläfert werden. Der Vorfall ereignete sich schon vor zwei Wochen, wurde aber erst am Mittwoch (05.02.2020) bekannt.

Vor allem emotionaler Schaden

Der Schaden beträgt nach Angaben der Züchterfamilie über 100.000 Euro. Viel schlimmer aber ist für Züchter Philip Seibel der Verlust der Tiere. Sie waren ihm eine "Herzensangelegenheit", "gehörten quasi zur Familie", waren "unser ganzer Stolz".

Braune und schwarze Kühe auf einem Feld

Dass jemand eine Autobatterie einfach auf ein Feld wirft, macht den Erwitter Bauern fassungslos. Er hofft, dass das, was seine Tiere erlitten haben, die Öffentlichkeit sensibilisiert. Vielleicht trage es dazu bei, dass illegaler Müll aus der Natur irgendwann einmal verschwinde.

Die Züchter-Familie hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Stand: 05.02.2020, 07:22