Islamistische Terrorgruppe soll in Rheine trainiert haben

Islamistische Terrorzelle soll in Rheine trainiert haben Lokalzeit Münsterland 16.02.2021 01:44 Min. Verfügbar bis 16.02.2022 WDR Von Detlef Proges

Islamistische Terrorgruppe soll in Rheine trainiert haben

Eine islamistische Terrorgruppe soll in Rheine für den Dschihad trainiert haben. Das geht aus einer Anklage der Bundesanwaltschaft hervor.

Nach WDR-Informationen trafen sich Mitglieder der Gruppe auch in Rheine. Demnach haben die fünf Männer aus Tadschikistan dort Paint-Ball-Übungen gemacht. Laut Anklage ein Training für den bewaffneten Kampf gegen "Ungläubige" - wie Islamisten Nicht-Muslime nennen.

Mordanschläge für Propagandazwecke

Die Gruppe, zu der mutmaßlich noch weitere Mitglieder gehörten, soll demnach schon konkrete Pläne und Vorbereitungen für Anschläge in Deutschland getroffen haben. Die Terrorgruppe soll sich zudem Teile für den Bau einer Bombe beschafft haben.

Außerdem sollen die Männer Mordanschläge auf einen albanischen Geschäftsmann in Tirana und den Betreiber eines islamkritischen Youtube-Kanals aus Neuss geplant haben. Fotos der Mordanschläge sollten laut Anklage für Progandazwecke verbreitet werden.

Verbindungen zu den Attentätern von Wien und Stockholm

Die Bundesanwaltschaft rechnet die Zelle der Terror-Organisation "Islamischer Staat" (IS) zu. Nach den Ermittlungen hatten die Männer Kontakt zu dem Attentäter des islamistisch motivierten Terroranschlags in Wien im November 2020. Dabei waren vier Menschen getötet und 23 weitere teils schwer verletzt worden.

Mitglieder der Zelle sollen außerdem auch Kontakt zu dem Attentäter von Stockholm gehabt haben. Dort kamen im April 2017 fünf Menschen ums Leben, 14 weitere wurden verletzt.

Islamistischer Terror: "Voraussehbare Gefahr"

WDR 5 Mittagsecho 03.11.2020 04:22 Min. Verfügbar bis 03.11.2021 WDR 5


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Stand: 16.02.2021, 15:31