Verletzte attackieren nach Unfall ihre Retter

Rettungswagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht

Verletzte attackieren nach Unfall ihre Retter

Nach einem Unfall haben die drei Insassen des Unfallwagens die helfenden Rettungssanitäter angegriffen. Das Trio muss sich nun wegen diverser Vergehen verantworten.

Trotz schwerer Verletzungen haben drei Insassen eines Autos am frühen Ostermontagmorgen (22.04.2019) nach einem selbst verschuldeten Unfall versucht, Unfallflucht zu begehen und dabei sogar einen Rettungssanitäter angegriffen.

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein alkoholisierter 22-jähriger Autofahrer auf einer Straße im ostwestfälischen Marienmünster die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war gegen ein Scheunentor geprallt. Nicht nur der Fahrer, sondern auch eine 22-jährige Beifahrerin und ein gleichaltriger Beifahrer wurden dabei schwer verletzt.

Gewalt gegen Rettungskräfte: "Man wird immer mehr zum Freiwild"

WDR 2 17.01.2019 04:02 Min. Verfügbar bis 17.01.2020 WDR 2

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Randale im Krankenwagen

Dennoch flüchtete der Fahrer zu Fuß von der Unfallstelle. Auch die beiden anderen wollten gerade von der Unfallstelle verschwinden, als die Rettungskräfte eintrafen. Doch von Hilfe wollten die Verletzten nichts wissen. Der Beifahrer habe versucht, die Hilfeleistung des Rettungsdienstes bei der verletzen Beifahrerin zu stören.

Feuerwehrkräfte und Polizei hätten ihn bändigen müssen, berichtete die Polizei. Als der 22-Jährige selbst ins Krankenhaus gebracht werden sollte, habe er im Krankenwagen randaliert und einen 23 Jahre alten Rettungsassistenten angegriffen. Schließlich sei er aus dem Fahrzeug geflüchtet.

Anzeigen von der Polizei

Genützt hat es dem Trio allerdings nicht. Die beiden Männer seien später zu Hause angetroffen worden und alle Beteiligten seien schließlich ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Polizei. Den Männern wurden Blutproben entnommen. Außerdem wurden Anzeigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht, Widerstands und tätlichen Angriffs erstattet.

Stand: 22.04.2019, 12:11