Neues Flussbett für die Lippe: Renaturierung abgeschlossen

Drohnenaufnahme eines blauen Baggers, der Kies in der Lippe umschaufelt.

Neues Flussbett für die Lippe: Renaturierung abgeschlossen

Die Lippe bei Paderborn-Sande fließt nun in einem natürlichen Bett. Damit ist die Renaturierung unterhalb des Lippesees nach sechs Monaten abgeschlossen.

Über Jahre hinweg floss die Lippe durch Sande in einem nicht natürlichen Zustand. Aufgrund einer europäischen Gesetzgebung müssen nun aber in Deutschland alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zurückgeführt werden.

650 Meter wurden renaturiert

Daraufhin beschloss die Bezirksregierung Detmold, die Lippe zu renaturieren. Durch die starke Stömung und die wenigen Flussschlingen sei der Lebensraum für Tiere und Pflanzen stark eingeschränkt gewesen.

Ein blauer Bagger häuft Kies und Erde inmitten der Lippe um.

Der Lippeabschnitt hatte eine Länge von rund 650 Metern. Dieser wurde durch die Bauarbeiten verdoppelt, wie die Bezirksregierung mitteilt. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt ausschließlich auf Flächen im öffentlichen Eigentum. Die Kosten liegen bei ca. 2 Millionen Euro.

Neuer Lebensraum für Vögel und Fische

Durch die Renaturierung sollen dem Fluss wieder Entwicklungsmöglichkeiten ohne menschliche Einflüsse gegeben werden. Schon in den kommenden Wochen sollen sich positive Effekte zeigen, wenn etwa eine Auenlandschaft entsteht.

Typische Tierarten wie Eisvogel, Silberreiher, Graugans und verschiedene Entenarten sollen hier dann ihren neuen Lebensraum finden. Auch Fische und anderen Tierarten können so unter besseren Bedingungen die Lippe besiedeln.

Stand: 17.03.2021, 16:35