Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica hat Nachspiel

Rechtsrock-Konzert in Porta-Westfalica

Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica hat Nachspiel

Das Konzert einer rechten Rockband hat am Samstagabend (24.03.2018) die Polizei beschäftigt. Aus Ostwestfalen und Niedersachsen waren Rechtsradikale nach Porta Westfalica-Veltheim gekommen.

Das Konzert fand in einer ehemaligen Gärtnerei statt, die von einem vorbestraften und bekannten Rechtsradikalen angemietet worden war. Der Ort wurde nur denjenigen bekanntgegeben, die sich vorher über eine Emailadresse gemeldet hatten. Mehrere Polizeibeamte kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Das Konzert lief störungsfrei ab.

Kritik an Polizei


Gegner solcher Veranstaltungen kritisieren, dass die Polizei das Konzert nicht unterbunden hat. Die Beamten würden den Rechten störungs- und protestfreie Erlebnisräume schaffen, in denen sich die Szene festigen und vergrößern könne. Laut Polizei seien private Veranstaltungen grundsätzlich nicht zu beanstanden. Nach WDR-Informationen wird daran gearbeitet, zu dem Konzert eine Anfrage im NRW-Landtag zu stellen.

Die Angaben zur Teilnehmerzahl des Konzertes gehen auseinander. Die Polizei spricht von etwa 60 Rechtsradikalen, andere Quellen von circa 90.

Vermieter prüft Mietvertrag

Der Eigentümer des Gebäudes in Veltheim, in dem das Konzert stattfand, hat mittlerweile seinem Mieter gekündigt. Der Vertrag für den Raum sei fristgerecht gekündigt worden, sagte der Vermieter dem WDR. Spätestens Anfang Juli müsse das Gebäude geräumt sein. Er sagte außerdem, er habe nicht gewusst, um wen es sich genau bei seinem Mieter handelt. Auch von dem Konzert habe er erst am Tag selbst erfahren.

Stand: 29.03.2018, 10:30

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