Rietberger Raubmord: Lebenslange Haft für zweiten Angeklagten

 Ein Justizbeamter steht im Landgericht in Bielefeld.

Rietberger Raubmord: Lebenslange Haft für zweiten Angeklagten

  • Rietberg: Zweiter Angeklagter verurteilt
  • Lebenslange Haft für Robert D.
  • Grund: Mord, besonders schwerer Raub, Körperverletzung

Im Revisionsverfahren um einen Raubmord im ostwestfälischen Rietberg hat das Landgericht Bielefeld am Dienstag (28.05.2019) den zweiten Angeklagten verurteilt. Robert D. muss nach Gerichtsangaben wegen Mordes, besonders schweren Raubes und Körperverletzung lebenslang ins Gefängnis. Er habe aus niederen Beweggründen getötet.

Er soll einen 64-Jährigen aus Wut umgebracht haben, weil der Mann ein Geldversteck nicht verraten hatte. Vergangene Woche hatte das Gericht bereits den Angeklagten Artur T. wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Täter fanden nur 700 statt vermuteten 400.000 Euro

Bei dem Überfall auf ein Brüderpaar im November 2015 im Kreis Gütersloh war der 64-Jährige ums Leben gekommen. Sein damals 63-jähriger Bruder konnte sich schwer verletzt zu Nachbarn schleppen. Die Brüder hatten insgesamt rund 400.000 Euro Verdienst aus ihrer Arbeit mit einer Autowerkstatt auf einem ehemaligen Bauernhof versteckt. Die Täter fanden aber nur 700 Euro.

Der zuerst verurteilte Artur T. hatte zugegeben, das Tatfahrzeug gefahren zu haben und den Überfall mit dem Kauf von Kabelbindern, Klebeband und Lösungsmittel in einem Baumarkt vorbereitet zu haben.

Weiterer Mittäter in Polen in Haft

Einem mutmaßlichem weiteren Mittäter war nach dem Überfall die Flucht gelungen. Im September 2017 wurde er gefasst. Er sitzt in Polen wegen anderer Delikte in Haft. Wegen des Raubmordes in Rietberg läuft gegen ihn in Deutschland ein eigenes Strafverfahren. Er soll bei der Tat mit im Haus gewesen sein.

Das Landgericht Bielefeld hatte zwei der drei Täter im Dezember 2016 wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier, versuchtem Raub mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf.

Stand: 28.05.2019, 21:00