Umstrittener Denkmalschutz für Ahlener Rathaus

Umstrittener Denkmalschutz für Ahlener Rathaus

  • Denkmalschutz macht Sanierung teurer
  • Bürgermeister favorisiert Abriss
  • Endgültige Entscheidung vom Bauministerium

Der Streit um das marode Rathaus aus den 70er Jahren geht weiter. Die obersten Denkmalschützer beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe haben den Betonbau endgültig als Denkmal eingestuft.

Der bisher favorisierte Abriss des Gebäudes mitten in Ahlen ist damit vorerst vom Tisch.

Starke Baumängel

Das ärgert einen Großteil der Ahlener Bevölkerung und auch der amtierende Bürgermeister Alexander Berger hätte sich eine andere Entscheidung gewünscht.

Eine feuchte und mit Rost bedeckte Stelle einer Wand an einer Treppe im Rathaus Ahlen

Denn täglich wird er an seinem Arbeitsplatz mit starken Baumängeln konfrontiert. Rohre sind undicht, es tropft an vielen Stellen von der Decke und hinterlässt Spuren wie zum Beispiel Feuchtigkeit im Treppenhaus. Dem WDR sagte er am Freitag (26.10.2018) : " Unser Rathaus ist überdimensioniert und seinerzeit zu groß konzipiert worden, zu groß für eine Stadt wie Ahlen."

Sanierung mit Denkmalauflagen viel teurer

Der Bürgermeister von Ahlen Alexander Berger

Zusammen mit der unteren Denkmalbehörde seiner Stadt hatte er den LWL gebeten, von einer Unterschutzstellung des Gebäudes abzusehen, um mehr Entscheidungsfreiheit bei der Erneuerung des Hauses zu haben.

Mit Denkmalauflagen wird die geplante Grundsanierung des Rathauses deutlich teurer. Diese ist bisher mit 61 Millionen Euro veranschlagt.

Endgültige Entscheidung vom Bauministerium

Dennoch hofft Ahlens Bürgermeister Alexander Berger jetzt auf eine endgültige Entscheidung durch das NRW-Bauministerium und Ministerin Ina Scharrenbach. Sie könnte den Denkmalschutz des LWL wieder aufheben.

Stand: 26.10.2018, 17:03

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