Staatsschutz ermittelt nach Fußball-Randale

Leimbachstadion Siegen

Staatsschutz ermittelt nach Fußball-Randale

  • Randale bei Siegener Oberliga-Spiel
  • Staatsschutz ermittelt
  • Verein will Stadionverbote verhängen

Nach Ausschreitungen bei einem Fußball-Oberliga-Spiel am Samstagabend (07.09.2019) in Siegen ermittelt der Staatsschutz. Unter anderem soll der Hitlergruß gezeigt worden sein. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet, erklärte die Hagener Polizei am Montagnachmittag (09.09.2019) in einer schriftlichen Stellungnahme.

Streit zwischen zwei Gruppen

Während des Oberligaspiels der Sportfreunde Siegen gegen Westfalia Rhynern (1:1) im Siegener Leimbachstadion sei es im Zuschauerbereich zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Polizisten seien eingeschritten und hätten eine weitere Eskalation verhindert.

Die Sportfreunde Siegen hatten bereits am Sonntag (08.09.2019) schriftlich mitgeteilt, dass sie die Randalierer mit einem Stadionverbot belegen wollen. Laut Vorstand wurden die Ausschreitungen von wenigen Personen aus der rechtsradikalen Szene angezettelt, die keine regelmäßigen Besucher der Spiele seien.

"Null Toleranz" für Rechtsradikale

Der Vorstand stellte klar, dass es für rechtsradikale Tendenzen im Verein null Toleranz gebe: "Einziges Ziel der Aktion war, die Jubiläumsfeierlichkeiten zu nutzen, um Aufmerksamkeit zu erreichen und ein friedliches Jubiläumsfest zu stören oder zu verhindern", hieß es in der Stellungnahme.

Choreographie zum 120-jährigen Bestehen der Sportfreunde Siegen

Choreo zur 120-Jahr-Feier

Rund um das Oberliga-Spiel der Sportfreunde gegen Rhynern war das 120-jährige Bestehen des Siegener Traditionsvereins gefeiert worden - unter anderem mit einer aufwändigen Choreographie der Siegener Fans auf den Stehplatzrängen.

Stand: 09.09.2019, 16:49