Route für Radautobahn im Kreis Borken noch unklar

Radfahrer am Niederrhein während der "Landpartie" 2017 (Archivbild)

Route für Radautobahn im Kreis Borken noch unklar

  • Wieder Züge auf alter Trasse?
  • Studie soll Zahlen liefern
  • Ergebnisse Ende des Jahres

Der Bau eines neuen Radschnellweges durch den Kreis Borken könnte sich deutlich verzögern. Eigentlich sollte er über eine stillgelegte Eisenbahntrasse führen. Jetzt wird aber geprüft, ob dort vielleicht wieder Züge fahren könnten, sagt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Ergebnisse soll es bis zum Jahresende geben.

Wüst: Verhältnis muss stimmen

Ein Mann nah mit Brille und Hemd.

Landesverkehrsminister Hendrik Wüst

Bis dahin will das Land klären, wie teuer die Reaktivierung der Trasse wäre und wie viele Menschen die Züge nutzen würden. Wenn diese Zahlen in einem vernünftigen Verhältnis stünden, könne man über die Reaktivierung der Strecke für den Zugverkehr nachdenken, erläuterte Wüst weiter. Für den Bau und Unterhalt des Radschnellweges will das Land auf jeden Fall zahlen: insgesamt 40 Millionen Euro.

Idee entstand bei der Regionale 2016

Die Idee zu dieser Radstrecke wurde im Rahmen der Regionale 2016 geboren - sie soll von Isselburg bis Velen führen, etwa die Hälfte dieser Strecke könnte nach den bisherigen Planungen über die ehemalige Trasse der 1985 stillgelegten Eisenbahnverbindung zwischen Bocholt und Coesfeld verlaufen.

Stand: 10.07.2018, 17:21