Pufferzone für Wolfsgebiet Schermbeck

Wolf

Pufferzone für Wolfsgebiet Schermbeck

  • Pufferzone auf 2.805 Quadratkilometern
  • Kreise Borken, Kleve, Wesel und Recklinghausen
  • Landwirte bleiben vielerorts skeptisch

Die umliegende "Pufferzone" um das Wolfsgebiet Schermbeck umfasst eine Fläche von 2.805 Quadratkilometern, fast drei Mal so viel wie das Wolfsgebiet selbst. Damit können nun auch Viehhalter von Emmerich bis Recklinghausen und von Velen bis Wachtendonk finanzielle Hilfen für Präventivmaßnahmen bei der Bezirksregierung Münster beantragen. Zuschüsse vom Land gibt es etwa für höhere Zäune oder Herdenschutzhunde.

Viele Landwirte bleiben kritisch

Viele Landwirte sehen diese Erweiterung des Wolfsgebietes dennoch kritisch. Die Gegend sei viel zu dicht besiedelt, heißt es etwa vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. In vielen Gegenden ist die Sorge groß, dass es zu dauerhaften Problemen kommt. Heinrich Emming, Kreislandwirt in Borken bringt es auf den Punkt: seiner Meinung nach gehört der Wolf überhaupt nicht in unsere Region.

Gemeinden in der Pufferzone

Auf einer Landkarte ist das Wolfgebiet Schermbeck verzeichnet.

Landkarte des Wolfgebiets Schermbeck mit Pufferzone

Zu der neuen Pufferzone gehören im Kreis Borken die Städte Bocholt, Borken, Isselburg, Rhede, Velen sowie die Gemeinden Heiden und Reken. Die Städte Emmerich am Rhein, Geldern, Goch, Kalkar, Kevelaer, Kleve, Rees, Straelen, sowie die Gemeinden Bedburg-Hau, Kerken, Kranenburg, Rheurdt, Uedem, Wachtendonk, Weeze und Issum im Kreis Kleve. Im Kreis Recklinghausen sind die Städte Datteln, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen Teil der Pufferzone, im Kreis Wesel die Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Wesel, Xanten und auch die Gemeinden Alpen und Sonsbeck.

Außerdem liegen Teile der Städte Duisburg (nördlich der A 42), Gelsenkirchen (nördlich der A 2) und Oberhausen (nordwestlich der A 3/A 2) in der Zone rund um das Wolfsgebiet. Nach Einschätzung des LANUV sind die Autobahnen im Süden für den Wolf eine nahezu unüberwindliche Barriere.

Stand: 27.12.2018, 12:00