Bocholt: Wucherprozess eingestellt

Gerichtsgebäude Bocholt

Bocholt: Wucherprozess eingestellt

  • Haustürgeschäfte mit Teppichreinigung
  • Vorwurf der Abzocke bei Senioren
  • Einstellung gegen Geldauflage

Wegen Wucherpreisen bei der Teppichreinigung mussten sich am Mittwoch (28.08.2019) zwei Männer vor dem Amtsgericht Bocholt verantworten. Das Verfahren wurde gegen Geldauflagen eingestellt. Außerdem muss zwei Kunden zuviel gezahltes Geld erstattet werden.

Angeklagt waren die Männer für vier Fälle aus dem Kreis Borken, bei denen sie versucht haben sollen, zumeist ältere Menschen abzuzocken. Laut Staatsanwaltschaft seien die marktüblichen Preise um ein Vielfaches überschritten worden.

Leistung vierfach überteuert

Am Ende der Amtsgerichtsverhandlung blieben zwei Fälle übrig, die der Richter kritisch sah. In beiden Fällen muss den Kunden Geld zurückerstattet werden. In einem Fall waren 5.000 Euro für Leistungen bezahlt worden, deren Wert ein Sachverständiger während der Verhandlung auf höchstens 1.200 Euro veranschlagte.

Letztendlich entschied der Richter, das Verfahren wegen Geringfügigkeit gegen eine Geldauflage einzustellen. Neben den Erstattungen müssen die beiden Angeklagten 500 beziehungsweise 300 Euro zahlen.

Stand: 28.08.2019, 14:15