Freispruch nach Wohnhausexplosion in Altena

Freispruch nach Wohnhausexplosion in Altena

  • Brandstiftung an marodem Haus in Altena
  • Hauptangeklagter soll seinen Cousin beauftragt haben
  • Amtsgericht Lüdenscheid spricht Hauptangeklagten frei

Freispruch im Prozess um eine schwere Brandstiftung in Altena: Der Hauptangeklagte hat das Amtsgericht Lüdenscheid am Donnertsag (24.01.2019) als freier Mann verlassen.

Ihm war vorgeworfen worden, die Brandstiftung an einem maroden Wohnhaus in Altena beauftragt zu haben - und zwar bei seinem Cousin. Der war bei dem Brand vor einem halben Jahr ums Leben gekommen. Gerichtssprecher Sascha Berlin erklärt den Freispruch:

"Eine Verurteilung kommt nur dann in Betracht, wenn das Gericht restlos davon überzeugt ist, dass der Angeklagte schuldig ist. Das war hier aus Sicht des Gerichts nicht der Fall, da diverse Alternativszenarien denkbar sind, zum Beispiel, dass die Brandstifter vor Ort eigenverantwortlich gehandelt haben."

Ein Jahr Bewährung für Mittäter

Ein weiterer Angeklagter wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Er soll dem Cousin geholfen haben, Brandbeschleuniger ins Haus zu tragen. Er räumte zuletzt ein, dass es tatsächlich eine Brandstiftung gab. Allerdings habe er dabei nur "Schmiere gestanden".

Sein bei der Explosion getöteter Kollege sei der Haupttäter gewesen. Die beiden sollten laut Staatsanwaltschaft im Auftrag des Hauptangeklagten gehandelt haben, er ist Miteigentümer des Hauses.

Stand: 24.01.2019, 17:01