Bielefeld: Gericht will tödliches Frage-Antwort-"Spiel" aufklären

Vordereingang des Landgerichts Bielefeld

Bielefeld: Gericht will tödliches Frage-Antwort-"Spiel" aufklären

  • Mindener soll Bekannten erstochen haben
  • Männer machten brutales Frage-Antwort-Spiel
  • Wer nicht antworten konnte, sollte Finger verlieren

Am Bielefelder Landgericht hat am Donnerstag (14.02.2019) der Prozess um ein tödliches Frage-Antwort-"Spiel" begonnen. Ein 30-jähriger Mindener muss sich wegen Mordes verantworten, weil er vergangenen September einen Bekannten erstochen haben soll.

Regel: Wer nicht antworten kann, verliert Finger

Der Angeklagte hatte sich mit drei anderen Männern zum Trinken getroffen. Dabei entstand die Idee zu einem brutalen Frage-Antwort-"Spiel": Laut Anklage sollte für jede falsche Antwort ein Finger abgeschnitten werden. Der Angeklagte hatte dazu ein langes Messer bereit gelegt.

Spiel mit einem Messer endet tödlich

Als einer der Männer eine Frage nicht richtig beantworten konnte, soll ihm der Angeklagte das Messer mit voller Wucht in die Brust gestoßen haben mit den Worten: "Es tut mir leid, aber es muss sein." Der Stich war tödlich.

Schwer verletztes Opfer starb in seiner Wohnung

Das schwer verletzte Opfer schaffte es noch in seine Wohnung in der Nachbarschaft des Tatorts, starb dort aber. Der mutmaßliche Täter, der laut Gutachten erheblich unter Alkoholeinfluss stand, soll die übrigen Männer anschließend bedroht haben; sie konnten flüchten. Eine Nachbarin hörte den Lärm und rief die Polizei.

Urteil möglicherweise im März

Zum Prozessauftakt heute wurden zwei Zeugen verhört. Für den Prozess hat das Landgericht zunächst drei weitere Verhandlungstage bis Ende März angesetzt.

Stand: 14.02.2019, 16:01