Prozess: Schrottautos von Luxusmarken versilbert

Auto-Unfall

Prozess: Schrottautos von Luxusmarken versilbert

Am Detmolder Landgericht ist der Prozess gegen zwei mutmaßliche Betrüger am Mittwochmorgen nach kurzer Zeit vertagt worden. Sie verweigerten die Aussage. Es geht um Unfallautos aus den USA, deren Zustand sie kaschiert haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den zwei Männer aus Lage im Kreis Lippe und dem niedersächsischen Vechta vor, Schrottautos aus den USA geholt, diese notdürftig repariert und anschließend an arglose Kunden verkauft zu haben. Zwischen 2016 und 2017 seien dadurch mindestens fünf Käufer getäuscht worden.

Vorwurf: Schrottautos aufgehübscht und als unfallfrei verkauft

Die Unfallautos ließen sie demnach nach Litauen verschiffen. Dort wurden die Wagen - alle von hochpreisigen Herstellern - vollkommen unfachmännisch und zum Teil auch nicht verkehrssicher aufgehübscht, um sie später dann als "fachgerecht repariert" oder gar "unfallfrei" anbieten zu können.

Ahnungslose Käufer glaubten, Schnäppchen zu machen

Die Käufer glaubten, ein Schnäppchen zu machen: So berechneten die Angeklagten für einen Mercedes SLS 95.000 Euro. Als Gebrauchtwagen wird das Modell aber üblicherweise für den doppelten Preis gehandelt.

Besonders ärgerlich: Die Reparatur des kaschierten Schrottwagens kostete den Käufer dann zusätzlich noch einmal 145.000 Euro, um das vermeintliche Traumauto fahrbereit zu machen.

Handwerker-Stichprobe: Kärtchenhändler Servicezeit 25.05.2021 07:59 Min. UT Verfügbar bis 25.05.2022 WDR Von Annelie Moreira

Stand: 27.10.2021, 08:47