Prozess um Totschlag an Weihnachten in Dülmen

Ein Mann geht in ein Gebäude mit weißem Eingangsbereich

Prozess um Totschlag an Weihnachten in Dülmen

  • Frau soll Ehemann erschlagen haben
  • Angeklagte bestreitet die Tat
  • Antrag auf Einweisung in Psychiatrie

Ein tödliches Ehedrama an Weihnachten beschäftigt seit Freitag (14.06.2019) das Landgericht in Münster. Eine 86-jährige Frau soll in Dülmen ihren gleichaltrigen Ehemann erschlagen haben.

Laut Anklage verletzte die Frau ihren an Demenz erkrankten Mann durch Tritte und Schläge mit einem Holzschrubber am ganzen Körper so schwer, dass er starb. Ein Motiv wird in der Anklageschrift nicht genannt.

Frau sieht sich unschuldig

Zum Prozessauftakt hat die Seniorin die Tat jedoch bestritten. "Ich habe meinen Mann nicht getötet" sagte sie den Richtern. "Ich habe ihn geliebt." Was genau passiert sei, wisse sie nicht.

Angeklagte möglicherweise schuldunfähig

Die Staatsanwaltschaft Münster hat beantragt, die Dülmenerin wegen Totschlags in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Möglicherweise sei sie mit der Betreuung ihres Mannes überfordert gewesen, heißt es. Momentan ist sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Da die Frau selbst möglicherweise an fortschreitender Demenz leidet, muss geklärt werden, ob sie schuldfähig ist und in der Klinik in Sicherungsverwahrung bleibt.

Stand: 14.06.2019, 20:00