Prozess um Steuerhinterziehung in Lüdinghausen

Gebäude vom Landgericht Münster

Prozess um Steuerhinterziehung in Lüdinghausen

  • Steuerschaden von drei Millionen Euro
  • Zentnerweise Feinsilber gehandelt
  • Vorwurf der Firmengründung zum Betrugszweck

Am Landgericht Münster hat am Montag (14.01.2019) ein Prozess um millionenschwere Steuerhinterziehung begonnen. Ein Edelmetallhandel in Lüdinghausen soll das Finanzamt um rund 3 Millionen Euro betrogen haben.

Scheinfirmen und fingierte Rechnungen

Angeklagt sind eine Frau und ein Mann, die vor allem mit Silber krumme Geschäfte im großen Stil gemacht haben sollen. In der Anklageschrift wird zum Beispiel eine Rechnung über den Kauf von 250 Kilogramm Feinsilber erwähnt.

Die Angeklagten sollen fingierte Rechnungen geschrieben und nicht mehr existente Scheinfirmen zur Steuerhinterziehung genutzt haben. Das Unternehmen in Lüdinghausen war laut Anklage nur gegründet worden, um das Finanzamt zu betrügen und die Umsatzsteuer zu hinterziehen.

Angeklagte schweigen

Beim Prozessauftakt äußerten sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen. Das Gericht bot dem Hauptangeklagten eine Maximal-Strafe von dreieinhalb Jahren Gefängnis an, wenn er ein Geständnis ablegt. Die mitangeklagte Frau könnte mit Bewährung davonkommen. 

Stand: 14.01.2019, 14:21