Prügelattacke Lippstadt: Gericht stellt Verfahren ein

Foto Die Kneipengasse Lippstadt mit Café Einstein

Prügelattacke Lippstadt: Gericht stellt Verfahren ein

  • Streitschlichter in Lippstadt verprügelt
  • Opfer lebensgefährlich verletzt
  • Versuchter Totschlag nicht nachweisbar

Das Landgericht Paderborn hat am Freitag (10.07.2020) das Verfahren gegen einen 20-jährigen Lippstädter wegen versuchten Totschlags eingestellt. Angeklagt war er nach einer Prügelattacke vor einer Kneipe.

Im Dezember 2019 hatte ein 33-Jähriger einen Streit schlichten wollen und wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Richter konnten dem Angeklagten aber nicht nachweisen, dass er den Streitschlichter mit Füßen ins Gesicht getreten hatte.

Sieben Monate U-Haft

Klar sei dagegen, dass er das Opfer zu Boden gestoßen habe. Diese leichte Körperverletzung sei aber insofern bereits gesühnt, als der Täter sieben Monate in Untersuchungshaft saß.

Ob das Opfer gegen die Einstellung des Verfahrens Rechtsmittel einlegen wird, ist noch unklar.

Stand: 10.07.2020, 15:15