Tod eines Medebacher Rentners: Prozess beginnt

Prozessauftakt Mord in Medebach 01:52 Min. Verfügbar bis 15.08.2020

Tod eines Medebacher Rentners: Prozess beginnt

  • Brutaler Angriff auf Rentner
  • Motiv soll Habgier sein
  • Paar flüchtete nach Rumänien

Wegen Mordes an einem 67-jährigen Mann aus Medebach müssen sich ab Donnerstag (15.8.2019) zwei 21-Jährige am Arnsberger Landgericht verantworten. Die Frau und der Mann sollen im Januar den Rentner ausgeraubt und dann brutal umgebracht haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden jungen Leute zunächst bei dem Rentner an dessen Haus in der Medebacher Innenstadt geklingelt hatten. Als er öffnete, hätten sie ihn in den Flur gestoßen, um in das Haus zu kommen.

Brutaler Angriff in der Küche

Haus von dem Opfer in Medebach

Das Haus des Opfers in Medebach.

Der Mann sei in die Küche geflohen. Laut Anklage sollen die beiden dort mehrfach mit einem Waffeleisen auf den Kopf des Mannes eingeschlagen und dann neunmal mit einer Schere in dessen Hals gestochen haben. Der Rentner verblutete.

Die Beute der beiden: Ein Portemonnaie mit Bargeld, ein Smartphone und das Auto des Rentners. Mit dem Kleinwagen fuhren sie nur bis nach Winterberg. Von dort flohen sie nach Rumänien.

Angeklagter will gestehen

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Mord aus Habgier vor. Der Verteidiger des angeklagten Mannes kündigte an, sein Mandant wolle gestehen. Er wolle zugeben, dass er den Rentner getötet habe – aber nicht aus Habgier. Deshalb es sei kein Mord, sondern Totschlag gewesen, so Verteidiger Bernhard Scholz.

"Es gab eine flüchtige Bekanntschaft zu dem Zeitpunkt. Und der Tat soll vorangegangen sein, dass das Opfer sich in sexueller Hinsicht unserem Mandanten genähert hat“, so Scholz.

Freunde hatten die Polizei verständigt, weil sie längere Zeit von dem Rentner nichts gehört hatten. Als Polizisten das Haus betraten, entdeckten sie die Leiche des Mannes.

Tod in Medebach: Verdächtiger festgenommen 00:46 Min. Verfügbar bis 07.02.2020

Stand: 15.08.2019, 07:35