Neuer Prozess wegen Untreue im Landgestüt Warendorf

Gestüt Warendorf heute

Neuer Prozess wegen Untreue im Landgestüt Warendorf

  • Vorwurf: Unerlaubte Nebentätigkeiten
  • Geschäfte mit Katar abgewickelt?
  • Terminschwierigkeiten im ersten Prozess

Zweiter Versuch: Der Prozess gegen drei frühere Führungskräfte des Landgestüts Warendorf wird seit Donnerstag (31.01.2019) vor dem Amtsgericht Warendorf neu aufgerollt. Am ersten Verhandlungstag wurden die ersten Zeugen vernommen, darunter Vertreter der Fachaufsicht des zuständigen Landwirtschaftsministeriums in Düsseldorf.

Vom Land entlassen

Die drei Angeklagten sollen ihre Stellung für unerlaubte Nebentätigkeiten ausgenutzt haben, sie waren daraufhin vom Land entlassen worden. In dem ersten Verfahren 2018 hatte es Terminschwierigkeiten gegeben, so dass bestimmte Fristen nicht eingehalten werden konnten.

Beratungsfirma gegründet

Blick auf das Amtsgericht Warendorf im Schnee

Der Hauptvorwurf der Staatsanwaltschaft Münster dreht sich um die Gründung einer Beratungsfirma, die Geschäfte mit einer Reitsporteinrichtung in Katar betrieben haben soll. Das für das Landgestüt zuständige NRW-Landwirtschaftsministerium soll nicht über diese Firma informiert gewesen sein. Der Anwalt der angeklagten Ex-Leiterin hatte dies allerdings im ersten Prozess bestritten.

Reisen nach Katar

Zudem geht es um Reisen der drei ehemaligen Landesbediensteten mit ihren Ehepartnern nach Katar. Die Kosten in Höhe von 49.000 Euro soll eine katarische Reitsporteinrichtung übernommen haben. Auch von diesen Reisen soll das Ministerium nichts gewusst haben.

Stand: 31.01.2019, 19:18

Weitere Themen